Ultra-HD: Produzenten leisten sich Materialschlachten

7. April 2014, 16:24
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Zum Empfang braucht es nicht nur geeignete Geräte und Settop-Boxen, sondern auch entsprechend leistungsstarke Satellitenkanäle

Cannes/Wien - Bis 2025 dauert es, bis sich Ultra-HD-TV in heimischen Wohnzimmern durchgesetzt hat, errechnen Experten bei der Fernsehmesse Mip-TV in Cannes. Die Produzenten rüsten ensprechend auf: 27 Kameras stellt die Fifa je Match bei der Fußball-WM in Brasilien. Mit 40 filmt Sky die Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II. am 27. April. 1,5 Tonnen Equipment waren an Bord für eine Produktion des japanischen Broadcasters NHK, um viermal so scharfe Bilder - daher die Bezeichnung "4k" - wie HD vom australischen Great Barrier Reef zu gewinnen.

Vorerst scheint der Markt allerdings überschaubar: Zum Empfang braucht es nicht nur geeignete Geräte und Settop-Boxen, sondern auch entsprechend leistungsstarke Satellitenkanäle. Bei Bildschirmdiagonalen ab 1,65 Meter und 2,5 Meter empfohlenem Mindestabstand sind dem Augenschmaus ebenso räumliche Grenzen gesetzt. Euan Smith, Produktmanager von Sky Deutschland, rechnet mit dem ersten Ultra-HD-Kanal trotzdem ab 2015, vermutlich mit Sport-Übertragungen. Ein Ende der Materialschlacht ist nicht in Sicht: NHK verspricht schon ab 2016 Bilder in 8k. (prie, derStandard.at, 7.4.2014)

Die Reise zur Mip-TV in Cannes wird teilweise von Sky finanziert.

  • Berge in Ultra-HD-TV.
    foto: ap photo/gero breloer

    Berge in Ultra-HD-TV.

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