Das Smartphone kommt mit in den Urlaub

8. April 2014, 09:57
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Was früher der Reiseführer und ein Stapel Postkarten waren, ist heute das Smartphone. Vor allem junge Männer zählen auf die smarten Reisebegleiter

Es sind vor allem junge Männer, die im Urlaub nicht auf ihr Smartphone verzichten wollen. Das geht aus einer Umfrage der Buchungsplattform eDreams hervor, die unter europäischen Reisenden via Facebook durchgeführt wurde. Demnach benutzen neun von zehn Touristen ihren elektronischen Begleiter auch auf Reisen. Bei der Umfrage wurden User in Spanien, Italien, Frankreich, Portugal, Großbritannien und Deutschland mittels Facebook zu ihrem Verhalten befragt.

Es sind in erster Linie junge User zwischen 18 und 32 Jahren, die auch im Urlaub nicht auf das Smartphone verzichten wollen -  und es sind in der Mehrheit Männer (56 Prozent). Dabei nutzt die eindeutige Mehrheit das Telefon mehrmals täglich (57 Prozent). Die restlichen Befragten nutzen es entweder mehrmals in der Stunde, mehrmals wöchentlich oder gelegentlich. Für einen Großteil der Befragten ist daher Wi-Fi besonders wichtig, nur 15 Prozent legen darauf nicht sehr viel Wert.

Das Handy dient in erster Linie dazu, den Kontakt zu Familie und Freunden aufrechtzuhalten bzw. Fotos und Videos anzufertigen, um diese dann mit ihrem sozialen Umfeld zu teilen. Eine Ausnahme stellen die Italiener und die Deutschen dar, die das Smartphone vor allem nutzen, um Informationen zu suchen. Einige verwenden ihr Handy auch, um Musik zu hören, sich Videos anzusehen oder online einzukaufen. Eingekauft werden in erster Linie Flug-, Bus- und Zugkarten, man bucht Hotelzimmer oder kauft Eintrittskarten für Museen oder Veranstaltungen. 

Fast immer dabei: Facebook

Ein wichtiger Punkt bei der Nutzung der Geräte sind die sozialen Medien und hierbei ist es vor allen anderen Facebook, das die Menschen fesselt. 76 Prozent nutzen Facebook auch im Urlaub. Beliebt sind außerdem die Foto- und Videosharing-App Instagram (17 Prozent), der Kurznachrichtendienst Twitter (sieben Prozent) und das soziale Netzwerk Foursquare (sechs Prozent). Dreizehn Prozent nutzen überhaupt kein soziales Netzwerk. Geteilt werden vor allem Fotos aus dem Urlaubsland und Erlebnisse, die während des Urlaubs gemacht werden.

Wer Musik hört, tut das in erster Linie mittels dem Musikdienst Spotify. Allerdings verzichtet die Mehrheit (76 Prozent) auf musikalische Untermalung mittels Smartphone. iTunes wird nur von 12 Prozent genutzt, vor allem von Deutschen und Briten.

Das Smartphone wird aber nicht nur für Unterhaltung genutzt, es hat auch praktische Anwendungsmöglichkeiten parat. So vertrauen 64 Prozent im Urlaub auf Google Maps. Die Franzosen, Deutschen und Italiener nutzen auch gerne die Wettervorhersagen, um ihre Urlaubstage entsprechend planen zu können.

Wer Nachrichten verschickt, tut das hauptsächlich mit Whatsapp (58 Prozent). Die klassische SMS ist nur noch für knapp ein Fünftel der Befragten von Interesse. Davon abgesehen werden E-Mails verschickt oder es wird via Skype kommuniziert. Erstaunlicherweise verzichten lediglich fünf Prozent überhaupt ganz auf Kommunikationstools.

Zufrieden sind die User mit dem bestehenden Angebot aber offensichtlich nicht. Die Mehrheit wünscht sich mehr und bessere Reiseführer fürs Handy oder Tipps mit Ratschlägen von Einheimischen. Auch Übersetzungstools und Einkaufsratgeber stehen ganz oben auf den Wunschlisten. (red, derStandard.at, 8.4.2014)

  • Das Smartphone wird inzwischen auch im Urlaub regelmäßig genutzt.
    foto: ham/derstandard.at

    Das Smartphone wird inzwischen auch im Urlaub regelmäßig genutzt.

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