Rapids Saison kann sich sehen lassen

7. April 2014, 11:54
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Nachdem Grün-Weiß drei Punkte aus Favoriten entführt hat, ist Rang zwei zum Greifen nahe. Im violetten Lager muss man das Spiel einfach verdauen

Wien - Seit Sonntag ist die Saison von Rapid praktisch gerettet. Durch den 1:0-Auswärtssieg gegen die Austria ist den Grün-Weißen Rang zwei kaum noch zu nehmen. Zudem wurde erstmals seit 2007/08 ein Spieljahr ohne Derby-Niederlage fixiert.

"Wir dürfen jetzt aber nicht die Beine hochlagern", warnte Derby-Held Marcel Sabitzer fünf Runden vor Schluss trotz des scheinbar sicheren Vorsprungs auf die Verfolger Austria (5 Punkte) und Grödig (8). Angesichts von fünf Zu-Null-Siegen in Serie merkte aber auch der 20-jährige Siegtorschütze an: "Bei unserer Form mache ich mir keine Sorgen, dass wir es nicht packen."

Mit vier Toren in diesen fünf Partien avancierte Sabitzer zum absoluten Erfolgsgaranten für die Hütteldorfer. Auf die Frage, warum es bei seinem Schützling derzeit so gut läuft, meinte Trainer Zoran Barisic lächelnd: "Weil er seit ein paar Wochen beim Bundesheer ist, das tut ihm anscheinend gut." Ernsthaft hinterfragen will er die Trefferserie von Sabitzer aber nicht.

Saison ohne Derbysieg

"Unsere Mannschaft war wieder sehr stabil", freute sich Sportdirektor Andreas Müller. Der Europacup ist fix, der Geldregen aber nicht. Das Budget bleibt laut Müller schmal.

Für den entthronten Meister Austria gibts derweil nichts zu Lachen nach nur einem Unentschieden und gleich drei Niederlagen gegen den Erzrivalen in dieser Saison. Im Kampf um Platz drei und somit die Europacup-Qualifikation befinden sich die Violetten aber weiter auf Kurs.

Das strich auch Trainer Herbert Gager nach der ersten Pleite in seiner Ära hervor. Und er hat auch Rang zwei noch nicht aufgegeben. Seine nach der Pause erfolgte Umstellung auf ein 4-4-2-System, durch die vor allem Rapid gefährlicher wurde, bereut Gager nicht. "Ich wollte mehr für die Offensive tun, deshalb stehe ich hinter dieser Entscheidung und würde sie wieder so treffen."

Alexander Gorgon hatte wie seine Kollegen am 0:1 zu knabbern. "Eine Saison ohne Derbysieg, das tut extrem weh. Uns tut es vor allem für die Fans leid", sagte der Mittelfeldspieler. Verteidiger Manuel Ortlechner hat Grün-Weiß noch nicht aus den Augen verloren. "Dieses Ergebnis müssen wir verdauen. Aber grundsätzlich sind wir auf Europacupkurs. Und vielleicht können wir ja auch noch die Rapidler abfangen." (APA/red, 7.4.2014)

  • Die wundersame Wandlung der Rapid geht weiter.
    foto: apa/neubauer

    Die wundersame Wandlung der Rapid geht weiter.

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