Hisbollah-Chef schließt Sturz Assads in Syrien aus

7. April 2014, 11:49
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Hassan Nasrallah glaubt nicht an einem Regimewechsel und sieht auch keine Gefahr einer Teilung Syriens - Assad glaubt an Beendigung der "aktiven Phase des Militäreinsatzes" noch in diesem Jahr

Damaskus - Der Chef der libanesischen Hisbollah-Bewegung, Hassan Nasrallah, hält einen Sturz des syrischen Staatspräsidenten Bashar al-Assad mittlerweile für ausgeschlossen. Auch die Gefahr einer Teilung Syriens sei vorüber, sagte der Assad-Verbündete Nasrallah in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Al-Safir".

Die Aufständischen selbst glaubten inzwischen nicht mehr an ihren Sieg, sagte Nasrallah. Sie hätten in den vergangenen Wochen eine Reihe von Rückschlägen insbesondere im Grenzgebiet zum Libanon erlitten, und ihre Vorstöße in der Küstenregion um Lattakia seien "übertrieben" worden. Sie könnten Assad nicht mehr stürzen, sondern nur noch einen "Zermürbungskrieg" führen.

Der syrische Machthaber Bashar al-Assad rechnet indessen einem russischen Medienbericht zufolge noch in diesem Jahr mit einer entscheidenden Wende im Bürgerkrieg. Assad habe dem russischen Politiker Sergej Stepaschin gesagt, die "aktive Phase des Militäreinsatzes" werde noch in diesem Jahr beendet, berichtete die Nachrichtenagentur Itar-Tass am Montag. (APA, 7.4.2014)

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