Ölpreis tiefer

7. April 2014, 15:51
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Öffnung von libyschen Ölhäfen drückt Brent - Goldpreis moderat im Plus

Wien - Der Ölpreis hat am frühen Montagtagnachmittag leichter gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14.00 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 100,56 Dollar und damit 0,57 Prozent weniger als am Freitag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 105,56 Dollar gehandelt.

Druck auf die Ölpreise kam zum Wochenauftakt von neuen Nachrichten aus Libyen, schreiben die Analysten der Commerzbank. Dort haben nach monatelanger Besetzung libysche Rebellen zwei Ölhäfen im Osten des nordafrikanischen Landes freigeben. Die Häfen haben zusammen eine Exportkapazität von 200.000 Barrel pro Tag.

Dennoch blieb die Einigung zwischen der libyschen Regierung und den Rebellen hinter den Erwartungen zurück. Erst den kommenden Wochen soll die Öffnung zweier weiterer größerer Häfen mit einer Kapazität von 500.000 Barrel pro Tag folgen. In der letzten Woche wurde noch die Öffnung aller vier Häfen innerhalb weniger Tage in Aussicht gestellt. Damit bleibt das Ölangebot weiter eingeschränkt, setzen die Commerzbank-Experten fort. Dementsprechend rechnen die Analysten mit einer Erholung der Ölpreise im Wochenverlauf.

Auftrieb könnte indessen von den jüngsten Unruhen im Osten der Ukraine kommen, hieß es aus dem Handel. Dort ist es am Wochenende zu pro-russischen Kundgebungen mit Forderungen nach einem Referendum für einen Beitritt zu Russland gekommen.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.299,00 Dollar und damit etwas höher zum Freitagnachmittags-Fixing von 1.297,20 Dollar. Damit hat sich Gold trotz solider US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag etwas erhöht. Offenbar wurden am Markt noch bessere Jobdaten erwartet, meinen die Commerzbank-Analysten. (APA, 7.4.2014)

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