Fernostleitbörsen im Minus

7. April 2014, 12:17
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag einheitlich im Minus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 254,92 Zähler oder 1,69 Prozent auf 14.808,85 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong rutschte um 132,93 Zähler (minus 0,59 Prozent) auf 22.377,15 Einheiten ab.

Mit Verlusten schlossen auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.193,59 Zählern mit einem Minus von 19,13 Punkten oder 0,60 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 12,5 Zähler oder 0,23 Prozent auf 5.416,10 Einheiten. Aufgrund eines Feiertags wird der Handel in Shanghai erst morgen Dienstag wieder aufgenommen.

Negative Impulse für die asiatischen Aktienmärkte kamen insbesondere aus den USA, wo sich eine schwache Entwicklung der US-Technologiewerte zeigt. Weitere beeinflussende Konjunkturdaten kamen aus China. Die Weltbank hat ihre Wachstumsprognose für das Reich der Mitte leicht gesenkt. Grund dafür sei der holprige Jahresstart der chinesischen Wirtschaft, hieß es.

In Japan ist der Yen erstarkt. Darunter litten vor allem klassische Exportwerte. Morgen Dienstag beginnt eine neue Sitzung der Bank of Japan (BoJ). Am Markt würde überwiegend mit der Ankündigung neuer geldpolitischer Lockerungsmaßnahmen gerechnet, sagten Experten.

In Indien notierten die Papiere des Generikaherstellers Sun Pharmaceutical mit einem Plus von 2,45 Prozent. Der indische Pharmakonzern übernimmt den Arzneimittelkonzern Ranbaxy Laboratories für vier Mrd. US-Dollar in Aktien. Durch die Transaktion entsteht der weltweit fünftgrößte Produzent von Spezialgenerika und das größte Pharmaunternehmen Indiens.

Haupteigner von Ranbaxy ist der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo. Er hatte sich für die Übernahme ausgesprochen. In Tokio notierten die Anteilsscheine von Daiichi Sankyo mit einem klaren Aufschlag von 3,30 Prozent bei 1.813,00 Yen.

Unter den Vorgaben der US-Technologiewerte litten auch die asiatischen Technologietitel. So rutschten im südkoreanischen Seoul die Papiere des Internetkonzerns Naver Corporation um deutliche 6,46 Prozent ab. In Tokio verloren SoftBank 4,61 Prozent auf 7.556,00 Yen. Das Unternehmen ist Teilhaber des chinesischen Internetkonzerns Alibaba, der einen Börsengang an der Wall Street plant. In Hongkong verloren die Aktien von Tencent Holdings auch 4,48 Prozent. (APA, 7.4.2014)

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