Strolz: Ende der "Reformregierung" in der Steiermark

6. April 2014, 17:07
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Neos-Chef will als "Bürgerbewegung in den Ring steigen"

Graz/Wien - Auf dem ersten Blick ist die politische Arena für die steirische Landtagswahl 2015 klar abgezirkelt. Die Scheinwerfer sind auf Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) und seinen ÖVP-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer gerichtet. Beide überlegen, noch vor der Wahl das Feld an Nachfolger zu übergeben, sie lassen aber keinen Zweifel offen, dass auch nach der Wahl die rot-schwarze "Reformpartnerschaft" weitergeführt werde. Es könnte aber alles ganz anders kommen.

Auch in der Steiermark schleichen sich Neos heran und könnten die Planspiele noch durcheinanderbringen. "Wir werden als Bürgerbewegung in den Ring steigen", sagt Neos-Chef Matthias Strolz im Gespräch mit dem Standard. Er rechnet sich "gute Chancen" aus, kräftig mitmischen zu können. Wenn die Neos, die hier noch kaum über Infrastruktur verfügen, aber bereits gleichauf mit den Grünen liegen, antreten, kann das vor allem für die ÖVP bitter werden. Die wird nicht nur von der FPÖ bedrängt, sondern auch von aufmüpfigen VP-Bürgermeistern, die sich durch die verordneten Gemeindefusionen übergangen fühlen und mit der Gründung eigener Liste drohen. Nicht auszuschließen, dass es zu einer Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern komme, sagt Strolz.

Der Neos-Chef rechnet damit, dass die rot-schwarze "Reformkoalition" nach der Wahl obsolet sein könnte. "Das wird spannend, da könnten sich völlig neue Koalitionsmöglichkeiten auftun. Da könnte man wirklich ganz Neues ausprobieren." Nach dem Sommer werde jedenfalls am Aufbau der Landespartei "intensiv gearbeitet", sagt Strolz. (Walter Müller, DER STANDARD, 7.4.2014)

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