Ein Toter, zwei Verletzte bei Hubschrauberabsturz in Oberösterreich

6. April 2014, 14:38
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Pilot starb an der Unfallstelle, Passagiere außer Lebensgefahr - Ursache unklar

Gmunden/Salzburg/Schärding - Bei einem Hubschrauberabsturz Samstagabend in Kirchham (Bez. Gmunden) ist der Pilot, ein 46-jähriger Bundesheer-Angehöriger aus Salzburg, getötet worden. Seine beiden Passagiere, eine 49-jährige Frau aus Gmunden und ein 45-Jähriger aus St. Florian am Inn (Bez. Schärding), wurden schwer verletzt. Tragisches Detail: Bei dem Unglücksflug dürfte es sich um ein Geburtstagsgeschenk gehandelt haben.

Ein Augenzeuge hatte gegen 20.00 Uhr Alarm geschlagen. Ein Hubschrauber soll sehr tief über einem ausgedehnten Waldgebiet in der Ortschaft Kogl im Gemeindegebiet von Kirchham geflogen und dann abgestürzt sein. Die Einsatzkräfte mussten das Wrack in dem unwegsamen Gelände erst einmal suchen. Die Zufahrt mit Einsatzfahrzeugen war schwierig.

Ursache unbekannt

Der Pilot starb noch an der Unfallstelle, die beiden Passagiere wurden erstversorgt und in das Krankenhaus Vöcklabruck bzw. das Klinikum Wels eingeliefert. Laut Polizei sind ihre Verletzungen schwer, aber nicht lebensgefährlich.

Die Absturzursache war noch Gegenstand von Ermittlungen. Kriminalisten, Sachverständige und die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes/Abteilung Zivilluftfahrt begutachteten das Wrack am Tag nach dem Unglück an Ort und Stelle. Dann wurde es nach Wien in eine Einrichtung des Verkehrsministeriums gebracht. Die gesamten Untersuchungen dürften einige Tage in Anspruch nehmen.

Der von einer Verleihfirma gemietete Hubschrauber war in Gschwandt bei Gmunden gestartet. Der Pilot und seine zwei Begleiter flogen in die Steiermark, wo sie einen Stopp einlegten, und wollten anschließend zurück nach Gschwandt. Der Pilot galt als erfahren, er war selbst Fluglehrer. Da der männliche Passagier am Samstag Geburtstag hatte, wird angenommen, dass es sich bei dem privaten Rundflug um ein Geburtstagsgeschenk gehandelt haben könnte. Eine offizielle Bestätigung gab es aber nicht dafür, weil die Verletzten noch nicht einvernommen wurden. (APA, 6.4.2014)

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