Das Innsbrucker Hoffen auf die Hoffnung

4. April 2014, 16:12
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Tiroler lehnen sich gegen den drohenden Abstieg und wollen gegen den WAC voll punkten. Für die Kärntner geht es um wenig

Wacker Innsbruck steht in der Fußball-Bundesliga mit dem Rücken zur Wand. Den Tirolern fehlen sechs Runden vor Schluss bereits elf Zähler auf den Klassenerhalt. Der Truppe von Chefcoach Michael Streiter helfen damit nur noch Siege weiter, der erste 2014 soll nun am Samstag gegen den WAC gelingen. Die Kärntner sind aber ein gefürchteter Gegner, in Tirol gewannen sie alle drei bisherigen Spiele.

Am Tivoli feierten die Kärntner diese Saison am 26. Oktober 2013 einen 2:1-Sieg, im Lavanttal gab es einen 3:2-Sieg zum Frühjahrsstart sowie ein 1:1-Remis. Die Tiroler sind damit der einzige Club, gegen den der WAC in der laufenden Saison noch nicht verloren hat. "Wir wollen ein gutes Spiel abliefern und ungeschlagen nach Hause fahren", gab WAC-Coach Dietmar Kühbauer die Marschroute vor.

Seine Truppe hat die Europacupränge aus den Augen verloren, ist auf der anderen Seite mit 14 Punkten Vorsprung auf Innsbruck aber quasi schon gerettet. "Es ist so, dass uns nach unten wenig passieren kann und wir nach oben den ein oder anderen noch überholen können. Das ist auch unser Ziel", sagte der Trainer des Tabellensiebenten.

Die Tiroler dürfe man jedenfalls nicht auf die leichte Schulter nehmen. "Es wird kein Selbstläufer, sie werden uns nichts schenken. Für Innsbruck ist die Situation nicht leichter geworden, sie können sich nur mehr mit Siegen retten, werden Vollgas geben", rechnete Kühbauer mit einem offensiven Gegner.

Seine Truppe, in der Michele Polverino, Boris Hüttenbrenner und der am Knöchel angeschlagene Silvio fehlen, kehrte zuletzt mit einem 4:0 gegen Wiener Neustadt nach zuvor vier Niederlagen auf die Siegerstraße zurück. "Die Mannschaft hat sich belohnt und Selbstvertrauen getankt, aber das macht die Aufgabe am Samstag nicht leichter", ist sich der WAC-Trainer bewusst.

Achtungserfolg und der letzte Strohhalm

Die Innsbrucker durften sich mit dem 0:0 bei Meister Salzburg zuletzt über einen Achtungserfolg freuen. Der Rückstand auf das rettende Ufer wurde trotzdem größer. "Das Spiel gegen Salzburg hat gezeigt, dass sich die Mannschaft noch lange nicht aufgegeben hat", sagte Innsbrucks Offensivspieler Lukas Hinterseer. Unentschieden helfen mittlerweile aber nicht mehr weiter. "Wir sind zum Siegen verdammt, das ist Fakt", ist sich auch Abwehrspieler Sebastian Siller bewusst.

Michael Streiter kündigte einen offensiven Auftritt an. "Der erste Sieg in diesem Jahr ist überfällig, das ist jedem klar. So werden wir das Spiel auch anlegen", sagte der Wacker-Trainer. Den bisher einzigen Ligasieg gegen den WAC feierten die Tiroler mit einem 3:2 in Kärnten am 26. Mai 2013, damals hatten sie sich in letzter Sekunde den Klassenerhalt gesichert. Dass sie diesmal neuerlich den Spieß noch umdrehen können, ist unwahrscheinlich. Nach dem WAC-Spiel geht es für Hinterseer und Co. noch gegen Ried (a), Wiener Neustadt (h), die Austria (h), Rapid (a) und Grödig (h). (APA, 04.04.2014)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

FC Wacker Innsbruck - RZ Pellets WAC (Tivoli Stadion Tirol, Samstag, 19.00 Uhr, SR Muckenhammer). Bisherige Saisonergebnisse: 1:1 (a), 1:2 (h), 2:3 (a)

Innsbruck: Safar - Bergmann, Vucur, Djokic, Schilling - Siller - Hinterseer, Milosevic, Ji-Parana, Wernitznig - Edomwonyi

Ersatz: Schober - Hauser, Piesinger, Schütz, Gründler, R. Wallner, Jevtic, Nitzlnader

Es fehlen: M. Kofler (gesperrt), Hamzic (Patellasehnenentzündung), Vuleta (muskuläre Probleme)

WAC: Dobnik - Standfest, Sollbauer, Rnic, Baldauf - Putsche, Schwendinger - Kerhe, P. Zulj, Jacobo - Falk

Ersatz: A. Kofler - Seebacher, Jovanovic, Suppan, Micic, Gotal, Segovia

Es fehlen: Silvio (Knöchelprobleme), Hüttenbrenner (Adduktoreneinriss), Polverino (Knieverletzung)

  • Streiter sucht das rettende Ufer.
    foto: apa/epa/groder

    Streiter sucht das rettende Ufer.

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