Die Admira und Sturm lernen sich kennen

4. April 2014, 16:12
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Teams treffen in der Meisterschaft und im Cup innerhalb weniger Tage aufeinander - Sturm Coach Milanic will keine Querpässe in der eigenen Hälfte sehen

Sturm Graz und Admira Wacker Mödling treffen gleich zweimal innerhalb weniger Tage aufeinander. Das Fußball-Bundesliga-Duell der 31. Runde am Samstag in der UPC-Arena ist auch die Generalprobe für das ÖFB-Cup-Viertelfinale am Dienstag in der Südstadt. Beide Mannschaften haben den Blick vorerst aber nur auf das Meisterschaftsspiel gerichtet, die Cup-Partie spielt in den Überlegungen keine Rolle.

Die Admiraner haben diese Saison nur gegen die Steirer noch nicht verloren, gegen die sie fünf Partien unbesiegt sind. Nicht nur deshalb darf man den Niederösterreichern in Graz, wo sie am 26. Oktober 2013 mit 2:0 gewannen, einiges zutrauen. Im Frühjahr holte der Tabellenachte, der zuletzt Grödig 4:0 besiegte, 15 Punkte und entfernte sich auch elf Zähler vom Tabellenende. Die Steirer konnten demgegenüber 2014 erst neun Punkte holen, zuletzt setzte es bei Rapid eine 0:2-Niederlage.

"Wir fahren zuversichtlich hin und rechnen uns ein positives Ergebnis aus. Als Favorit würde ich uns aber nicht bezeichnen. Sturm hat sich zuletzt schon auch gesteigert, hat Qualität am Platz", sagte Admira-Coach Walter Knaller zur Ausgangslage. Die Meisterschaftspartie hat für ihn absolut Priorität. "Wir sind noch im Abstiegskampf, brauchen noch ein paar Punkte. Der Klassenerhalt ist das Wichtigste und den wollen wir so schnell wie möglich ins Trockene bringen", sprach Knaller Klartext.

Seine Elf strotzt momentan jedenfalls vor Selbstvertrauen und geht deshalb auch optimistisch in die Partie. "Mit einer konzentrierten Leistung wollen wir auch im vierten Spiel gegen Sturm ungeschlagen bleiben. Wenn wir von der ersten Spielminute an mit voller Leidenschaft zur Sache gehen, wird uns das auch gelingen", sagte Mittelfeldspieler Lukas Thürauer. Knaller muss seine Abwehr umbauen, mit Christoph Schösswendter und Richard Windbichler fallen gleich zwei Innenverteidiger aus.

Zug zum Tor

Doch auch Sturms Trainer Darko Milanic kann alles andere als aus dem Vollen schöpfen. Goalie Christian Gratzei, Andreas Pfingstner, Philipp Hütter, Manuel Weber, Martin Ehrenreich (alle verletzt) und Andreas Hölzl (gesperrt) stehen nicht zur Verfügung. "In der Offensive habe ich noch genug Möglichkeiten, hinten wird es aber eng", sagte Milanic. Deshalb soll seine Mannschaft auch ihr Heil in der Offensive suchen. "Ich will keine Querpässe in der eigenen Hälfte sehen, sondern ein offensives Spiel, direkt auf das gegnerische Tor", gab Sturms Coach die Marschroute vor.

Der Respekt des Slowenen vor dem Gegner ist groß. "Ich erwarte ein superschweres Spiel gegen einen Club, der kein gutes Image, aber eine sehr gute Mannschaft hat, die in der Offensive und Defensive ruhig spielt und toll funktioniert", analysierte Milanic. Die Grazer haben über die Meisterschaft nur mehr kleine Chancen, einen Europacupplatz zu holen, trotzdem liegt der Fokus vorerst nur auf dem direkten Ligaduell. "An Dienstag zu denken, wäre komplett falsch. Mit einer Niederlage würden wir uns viel kaputt machen und dann wäre es am Dienstag noch schwerer", sagte Sturms Trainer. Dessen ist sich auch Abwehrchef Nikola Vujadinovic bewusst. "Wir denken nur an das erste Spiel, das wollen wir gewinnen, über den Cup können wir danach sprechen", betonte der Kroate, der derzeit über einen neuen Vertrag verhandelt. (APA, 04.04.2014)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen

SK Sturm Graz - FC Admira Wacker Mödling (UPC-Arena, Samstag, 19.00 Uhr, SR Grobelnik). Bisherige Saisonergebnisse: 1:1 (a), 0:2 (h), 1:1 (a)

Sturm: Pliquett - Todorovski, Madl, Vujadinovic, Klem - Schloffer, Offenbacher, Hadzic, F. Kainz - Djuricin, Beichler

Ersatz: Legat - Dudic, P. Wolf, Schmerböck, T. Kainz, Beric, Schnaderbeck, Smith

Es fehlen: Gratzei (Adduktorenprobleme), Pfingstner (Knochenödem), P. Hütter (Kreuzbandriss), M. Weber (muskuläre Probleme), Ehrenreich (Hüftverletzung), Hölzl (gesperrt)

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Ebner, Katzer, T. Weber - Auer - Schick, Thürauer, Schwab, Domoraud - R. Schicker

Ersatz: Leitner - Burusic, Sax, Toth, B. Sulimani, Ouedraogo, Pranjic

Es fehlen: Schösswendter (Leistenprobleme), Windbichler (muskuläre Probleme/Rücken), Drescher, Rusek (beide verletzt)

  • Zweimal Admira für Milanic.
    foto: apa/scheriau

    Zweimal Admira für Milanic.

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