Barisic: "Wichtig, dass alle kühlen Kopf bewahren"

4. April 2014, 13:58
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Reaktionen auf den Angriff auf Austria-Amateurspieler Valentin Grubeck am Donnerstagabend

Herbert Gager (Austria-Trainer): "Ich bin schockiert, und meine Spieler sind genauso schockiert wie ich. Wir wollen das Derby am Sonntag für Valentin gewinnen. Für uns ist das eine zusätzliche Motivation, auf dem Platz die richtige Antwort zu geben."

Markus Kraetschmer (Austria-Wirtschaftsvorstand): "Das sind Dinge, die unentschuldbar sind und im Fußball nichts verloren haben. Das sind massive Angriffe gegen die Austria-Familie. Hier wurden Grenzen überschritten, das ist nicht mehr tolerierbar. Wenn man nicht aufpasst, weiß ich nicht, wo das hinführen wird. Das ist eine schwere Körperverletzung, jetzt ist die Polizei gefordert, aber auch Rapid. Bei uns werden diese Leute Hausverbot bekommen, bei Rapid hoffentlich auch. Und wir werden bei der Bundesliga natürlich Stadionverbote für ganz Österreich vorschlagen. Die Zeiten von 'Auge um Auge, Zahn um Zahn' sind lange vorbei. Wir werden die Gespräche mit unseren Fans vor dem Sonntag intensivieren. Das soll ein Fußballfest ohne Kurzschlussreaktionen werden."

Thomas Parits (Austria-Sportvorstand): "Ich habe schon viele, viele Derbys erlebt. Sportliche Rivalität ist okay, aber hier wurden Grenzen überschritten. Die Mannschaften haben gute Werbung fürs Spiel gemacht, solche Vorfälle machen alles kaputt."

Peter Klinglmüller (Rapid-Pressesprecher): "Es liegen noch keine detaillierten Informationen vor. Aber wir stellen klar, dass wir jegliche Form der Gewalt scharf verurteilen und uns klar davon distanzieren. Wir sind an einer restlosen Aufklärung mehr als interessiert. Wenn es sich um Rapid-nahe Personen handeln sollte, werden diese mit sämtlichen möglichen Konsequenzen zu rechnen haben. Wir wünschen Valentin Grubeck eine rasche Genesung."

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Wichtig wird sein, dass jetzt alle einen kühlen Kopf bewahren. Wenn so eine Aktion bei der Austria zur zusätzlichen Motivation beiträgt, dann tut es mir leid. So etwas würde ich niemals als Motivationsspritze heranziehen, das macht man nicht."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): "Ich denke, dass ein entscheidender Punkt überschritten worden ist. So eine Sache macht schon nachdenklich und besorgt, wenn jetzt sogar schon Spieler angegriffen werden. Das sind die Dinge, die viel zu weit gehen. Gewalt hat im Fußball nichts verloren. Durch diese Aktion wird das Sportliche sicher verdrängt. Es wird jetzt weniger um dieses tolle Spiel gehen, auf das sich alle freuen sollen. Jetzt wird etwas Thema sein, das nie stattfinden hätte sollen. Man muss jetzt schnell herausfinden, wer es war. Und diese Leute müssen ihre Strafe bekommen. Ganz schlecht wäre aber, jetzt alle wieder in einen Topf zu werfen."

Hans Rinner (Bundesliga-Präsident): "Die gewaltsamen Übergriffe auf den Spieler Valentin Grubeck sind aufs Schärfste zu verurteilen. Nun liegt es bei den ermittelnden Behörden, diesen Vorfall so rasch wie möglich aufzuklären. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass es sich bei den Tätern tatsächlich um Anhänger des SK Rapid Wien handelt, ist der Klub gefordert, die bereits angekündigten Sanktionen mit sofortiger Wirkung zu ergreifen. Wir wünschen Valentin Grubeck auf diesem Weg eine schnelle Genesung und hoffen, dass der aktive U19-Nationalteamspieler seine sportliche Karriere so bald wie möglich fortsetzen kann."

Leo Windtner (ÖFB-Präsident): "Ich bin über diese unfassbare Aktion zutiefst erschüttert. Valentin Grubeck ist Teamspieler unseres U19-Teams. Jede Form der Gewalt im Fußball ist auf das Schärfste zu verurteilen, diese Art überschreitet jede Schwelle. Es ist undenkbar, dass sich ein Spieler außerhalb seiner Trainings nicht mehr sicher sein kann, und ich hoffe auf eine restlose Aufklärung dieses Vorfalls sowie eine harte Verurteilung der Übeltäter mit aller Konsequenz. Diese kriminellen Elemente haben im Fußball nichts verloren, sie verursachen immensen Schaden. Dem Valentin wünsche ich eine rasche Genesung und alles Gute, auf dass er bald wieder am Spielfeld wirken kann." (APA, 4.4.2014)

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