US-Sonde mit 6.000 km/h auf dem Mond zerschellt

18. April 2014, 18:02
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Planmäßiger Absturz nach Untersuchung der lunaren Atmosphäre - LADEE dürfte großteils verdampft sein

Washington - Die vorerst letzte Mond-Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA ist zu Ende. Die Sonde LADEE ("Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer") sei wie geplant mit fast 6.000 Kilometern pro Stunde auf die Oberfläche des Mondes zugerast und dort zerschellt, teilte die NASA mit. Dabei seien viele Teile der gut zwei Meter langen und etwa 380 Kilogramm schweren Sonde aufgrund der großen Hitze wahrscheinlich verdampft.

LADEE war Anfang September von einem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Virginia in Richtung Mond gestartet und dann rund ein halbes Jahr lang um den Himmelskörper gekreist, um dessen extrem dünne, aber doch messbare Atmosphäre, deren Zusammensetzung und Veränderungen zu untersuchen. NASA-Experten haben die umgerechnet etwa 180 Millionen Euro teure Mission bereits als großen Erfolg bewertet. 

"Alle unsere Erwartungen sind übertroffen worden", sagte NASA-Managerin Joan Salute. "Es ist eine supererfolgreiche Mission. Die Sonde und alle Instrumente haben praktisch perfekt funktioniert." Allein die bisher gesammelten rund 700.000 Messdaten beinhalteten "einige bedeutende neue wissenschaftliche Erkenntnisse", hatte NASA-Wissenschafter Rick Elphic bereis im vergangenen Monat resümiert. "Die Zahl der uns bekannten Teilchen in der Atmosphäre des Mondes wird sich mindestens vervierfachen." Die Daten würden nach ihrer Auswertung "sehr bald" veröffentlicht.  (APA/red, derStandard.at, 18. 4. 2014)

  • Das war's! Aber LADEE hat gute Arbeit geleistet.
    foto: ap photo/nasa, dana berry

    Das war's! Aber LADEE hat gute Arbeit geleistet.

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