Reiche kaufen Aktien, Immobilien, Kunst

3. April 2014, 17:30
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Weltweit 168.000 Ultrareiche, 384 in Wien - In zehn Jahren ein Drittel mehr Reiche

Wien - Die Reichen in Österreich haben die Krise überwunden. Das Vermögen jener 75.000 Österreicher, die über mehr als eine Million Euro verfügen, stieg 2013 auf 130 Mrd. Euro und damit wieder auf den Stand von 2007. In der Finanzkrise schrumpfte das Vermögen auf 119 Mrd. Euro. Die Private-Banking-Abteilung der Erste Group schätzt, das die Wohlhabenden heuer und 2015 um je sechs Prozent reicher werden. Das Finanzvermögen "wird definitiv zulegen", sagte Private-Banking-Chef Wolfgang Traindl am Donnerstag - und zwar auf 138 Mrd. Euro Ende 2014.

Um die Veranlagung dieses Geldes kämpfen die 20 am heimischen Markt aktiven Privatbanken. Laut Traindl wird bei reichen Anlegern das "social responsible investing" immer wichtiger. "Die Kunden wollen ihr Geld gesellschaftlich verantwortungsvoll anlegen", sagt Traindl. Euro-Anleihen und Aktien aus den entwickelten Ländern seien zwecks Renditeoptimierung ebenfalls gefragt. Weiterhin stark im Trend liegen Immobilien-Investments. Vor allem der Kauf von Wohnungen oder Zinshäuser liegt weiter im Trend. Kunst wird immer öfter als Alternative nachgefragt.

Von den weltweit 168.000 Ultrareichen, die mehr als 30 Mio. Dollar (21,75 Mio. Euro) haben, leben 384 in Wien, geht aus dem Wealth Report 2014 des britischen Vermögensberaters Knight Frank hervor. In zehn Jahren dürften es 483 Wiener sein, wird geschätzt. Die Metropole mit den meisten Reichen ist London mit 4940 Ultrareichen, gefolgt von New York. Dahinter liegen die asiatischen Finanzplätze Singapur und Hongkong. Bis 2023 soll es weltweit rund 215.000 Ultrareiche geben, das wäre ein Anstieg um fast ein Drittel. Vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika wird die Anzahl der Reichen deutlich steigen. Für Nigeria wird fast eine Verdopplung innerhalb der nächsten zehn Jahre prognostiziert. (bpf, DER STANDARD, 4.4.2014)

  • Teure Uhren sind längst nicht alles. Ultrareiche Leute veranlagen vor allem in Sachgüter wie Zinshäuser oder Wohnungen. Immer gefragter wird auch Kunst.
    foto: reuters/christian hartmann

    Teure Uhren sind längst nicht alles. Ultrareiche Leute veranlagen vor allem in Sachgüter wie Zinshäuser oder Wohnungen. Immer gefragter wird auch Kunst.

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