Apotheken bieten kostenlosen Allergie-Risikocheck an

3. April 2014, 15:33
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Bis Ende Juni ist die Früherkennung in Wien, dem Burgenland, Niederösterreich und Salzburg möglich

Eine Allergie sollte man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Sie verschlechtert nämlich nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, sondern kann unbehandelt auch zu allergischem Asthma führen. Im Rahmen eines kostenlosen Allergie-Risikochecks machen die Apotheker in Wien, dem Burgenland, Niederösterreich und Salzburg auf dieses Thema aufmerksam und berechnen in der Apotheke einfach und rasch den persönlichen Risikowert.

Immer mehr Betroffene in Österreich

In wenigen Jahren wird jeder zweite Europäer an einer allergischen Atemwegserkrankung leiden, so die Prognose. Doch Allergien und Asthma sind bereits jetzt die häufigsten chronischen Erkrankungen in Österreich. Hierzulande leidet rund ein Viertel der Bevölkerung an allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) und rund 700.000 Personen an allergischem Asthma. Dennoch wird eine Allergie häufig ignoriert und nicht adäquat behandelt. Mehr noch: Bei schätzungsweise 45 Prozent der Patienten wird keine Diagnose erstellt.

Von einer vorübergehenden allergischen Rhinitis mit Nasenjucken bis hin zum schweren allergischen Asthma bronchiale und zum anaphylaktischem Schock ist das Erscheinungsbild breit gefächert.  In unseren Breiten erscheinen neben den natürlichen Allergenen (vor allem Pollen), auch Allergene, die durch Umwelteinflüsse und eben Zivilisation begünstigt werden (etwa Hausstaubmilben, Küchenschaben, Indoor-Schimmelpilze), aber auch vorwiegend zivilisationsbedingte Allergene (Wildseide, Ficus benjamina, exotische Früchte, Antibiotia).

Das Erkennen einer Allergie ist der erste Schritt in einer sinnvollen Prophylaxe, danach folgen die Therapie und das Vermeiden von weiteren Schäden. Eine allergische Rhinitis zeigt im weiteren Verlauf bei fast 50 Prozent der Betroffenen auch Symptome im unteren Respirationstrakt, bis hin zum schweren Asthma bronchiale.

Allergierisikowert wird ermittelt

Um die Menschen auf das Risiko, das von einer Allergie ausgeht, aufmerksam zu machen, führen die Apotheken in Niederösterreich, Wien, dem Burgenland und Salzburg gemeinsam mit der Österreichischen Lungenunion bis 30. Juni eine Früherkennungsaktion durch. Gemeinsam mit dem Patienten füllen die Apotheker einen international anerkannten Screening-Fragebogen aus und berechnen den individuellen Allergierisikowert. Ergibt der Fragebogen ein erhöhtes Risiko für eine Allergie, wird dem Patienten eine ärztliche Abklärung empfohlen. (red, derStandard.at, 3.4.2014)

  • Jeder vierte Österreicher leidet an einer allergischen Rhinitis (Heuschnupfen).
    foto: karl-josef hildenbrand/dpa

    Jeder vierte Österreicher leidet an einer allergischen Rhinitis (Heuschnupfen).

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