USA: Erzbischof von Atlanta entschuldigt sich für Millionenresidenz

Ansichtssache3. April 2014, 15:32
64 Postings

Erzbischof Wilton Gregory will das 1,6-Millionen-Euro-Anwesen nun verkaufen

Atlanta/Wien - Er habe darin versagt, die Kosten gemäß seiner "Integrität und pastoralen Glaubwürdigkeit" einzuschätzen, schrieb der Erzbischof von Atlanta, Wilton Gregory (66), in der Zeitung seiner Erzdiözese am Montag. Er entschuldigte sich damit für den Bau einer umgerechnet 1,6 Millionen Euro teuren Wohnresidenz. Er wolle diese nun verkaufen und umziehen, falls die Mitglieder seiner Diözese das wünschten.

Medienberichten zufolge hatte eine Gruppe von Katholiken schon im Jänner den Priester gedrängt, das Anwesen zu verkaufen und wieder in sein altes Haus zurückzukehren. Die etwa 600 Quadratmeter große Luxusresidenz befinde sich in einem der exklusivsten Bezirke von Atlanta. Finanziert wurde sie mithilfe einer großzügigen Spende von umgerechnet 10,8 Millionen Euro, die der Erzdiöse im Jahr 2011 zukam. Der Wohltäter war ein Neffe der "Vom Winde verweht"-Autorin Margaret Mitchell.

Ein Sprecher des Vatikans wollte sich zu der Angelegenheit nicht äußern. Erst kürzlich musste der deutsche Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst sein Amt niederlegen, weil er für die ausufernden Kosten beim Bau des Limburger Bischofssitzes verantwortlich gemacht wurde. (cmi, Reuters, derStandard.at, 3.4.2014)

foto: ap photo/david goldman

Gregorys ehemaliges Haus wurde von einer Kathedrale als Residenz für ihre Priester erworben.

1
foto: reuters/tami chappell

Die 1,6 Millionen Euro teure Anwesen, das nun verkauft werden soll.

2
foto: ap photo/david goldman

Grundriss der Residenz.

3
foto: reuters/tami chappell

Der Erzbischof von Atlanta, Wilton Gregory.

4
Share if you care.