ÖVP: Mutmaßliches Schwarzgeldkonto noch 2012 genutzt

3. April 2014, 13:43
190 Postings

Staatsanwaltschaft findet brisante E-Mails

Die Justiz ermittelt wegen eines mutmaßlichen Schwarzgeldkontos der ÖVP bei der Agentur Mediaselect. Die Staatsanwaltschaft vermutet dabei illegale Parteienfinanzierung: Über ein eigens eingerichtetes "ÖVP-Konto" sollen hohe Geldbeträge von der Telekom Austria, der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und den Österreichischen Lotterien für die Nationalratswahlkämpfe 2006 und 2008 verwendet worden sein.

Das Magazin "News" berichtet nun von brisanten E-Mails, auf die die Justiz bei ihren Ermittlungen gestoßen sei. Eines davon zeigt, dass ÖVP-Direktor Markus Keschmann dieses Konto noch im Jahr 2012 nutzen wollte.

Laut Aktenlage schrieb Keschmann am 11. Jänner 2012 von seiner ÖVP-E-Mail-Adresse in Bezug auf eine Autorechnung an eine Mediaselect-Mitarbeiterin: "Haben wir eigentlich noch etwas am ÖVP-Guthaben? Dann könnten wir das von dort nehmen, oder?" Die Mitarbeiterin teilte ihm in der Folge den Kontostand mit. Keschmann wird in der Causa nicht als Beschuldigter geführt. (red, derStandard.at, 3.4.2014)

Share if you care.