ESA-Satellit "Sentinel-1A" ins All gestartet

4. April 2014, 11:03
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Sojus-Raketenstart in Französisch-Guayana verlief wie geplant

Darmstadt - Mit einer neuen Flotte von Satelliten will die europäische Raumfahrtagentur ESA die globale Erdbeobachtung verstärken. Für das ambitionierte Überwachungsprogramm "Copernicus" wurde am späten Donnerstagabend der rund 2,2 Tonnen schwere Satellit "Sentinel-1A" an Bord einer Sojus-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All gebracht.

Der Satellit soll Land- und Meeresoberflächen überwachen, Klimaveränderungen beobachten, Meereis kartieren, frühzeitig vor Erdrutschen warnen, Veränderungen in der Flächennutzung darstellen und damit Daten auch für wirtschaftliche Anwendungen liefern.

Klimadatensammler

Dafür verfügt "Sentinel", englisch für Wächter, über ein Radarsystem, das aus einer Entfernung von rund 700 Kilometern rund um die Uhr bei allen Wetterlagen hoch aufgelöste Bilder der Land- und Meeresoberflächen liefert. Gemeinsam mit dem baugleichen Sentinel-1-B, der im kommenden Jahr starten und die Erde um 180 Grad versetzt umrunden soll, werden die Sonden alle sechs Tage Bilder und Daten von jedem Ort auf der Erde erfassen. Sie setzen damit die kontinuierliche Umweltbeobachtung der Missionen ERS-1, ERS-2 und ENVISAT fort.

Überwacht werden sollen die Auswirkungen des Klimawandels, die Ausdehnung des arktischen Meereises und die Meeresumwelt, Landflächen, etwa um Bewegungen von Erdmassen frühzeitig zu erkennen, und Veränderungen in der Flächennutzung. Zudem sollen die Beobachtungsdaten die Hilfe in Katastrophenfällen und bei humanitären Krisen unterstützen. (APA/red, derStandard.at, 3.4.2014)

  • "Sentinel-1A" ist der erste von sechs Satelliten des Überwachungsprogramms "Copernicus".
    foto: ap/esa

    "Sentinel-1A" ist der erste von sechs Satelliten des Überwachungsprogramms "Copernicus".

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