Vassilakou schließt autofreien Ring "für die nächsten Jahre" aus

3. April 2014, 11:06
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Wiener Verkehrsstadträtin: Strecke ist nach Ausbau des Ringradwegs bereits gut erschlossen

Wien - Nachdem der Verkehrssprecher der Wiener Grünen, Rüdiger Maresch, im STANDARD erklärt hatte, ein autofreier Ring sei zumindest eine Option unter mehreren, rudert die Wiener Grünen-Chefin Maria Vassilakou nun zurück: "Ein autofreier Ring ist für die nächsten Jahre aus Sicht der Stadtplanung nicht denkbar", sagte sie der Austria Presse Agentur. Nach der Fußball-EM im Sommer 2008 habe es zwar Ideen gegeben, den Zustand beizubehalten - was "aus damaliger Sicht" Charme hatte, wie sie eingestand.

"Seither hat sich allerdings einiges getan. Die Mariahilfer Straße wird verkehrsberuhigt, der Ringradweg wurde seit 2010 auf beiden Seiten des Ringes ausgebaut, und in diesem Jahr soll auch der letzte Lückenschluss am Schottenring in Angriff genommen werden. Damit ist der Ring für das Fahrrad gut erschlossen", versicherte sie.

Die FPÖ hatte nach der Ansage von Maresch bereits hyperventiliert: "Autofreier Ring? Hirnfreie Grüne?", fragte FP-Verkehrssprecher Toni Mahdalik in einer Aussendung und mutmaßte: "Die schräge Vision einer autofreien Ringstraße dürfte beim letztjährigen Hanfwandertag entwickelt worden sein."

Und VP-Chef Manfred Juraczka: "Eine Sperre des Rings hätte unabsehbare Folgen für das gesamte Verkehrsaufkommen in Wien und ist daher strikt abzulehnen." (APA, frei, derStandard.at, 3.4.2014)

  • Radeln am Ring: Die meistfrequentierte Wiener Radverbindung sei inzwischen "gut ausgebaut", argumentiert Grünen-Chefin Maria Vassilakou.
    foto: christian fischer

    Radeln am Ring: Die meistfrequentierte Wiener Radverbindung sei inzwischen "gut ausgebaut", argumentiert Grünen-Chefin Maria Vassilakou.

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