Todesopfer bei Zugunglück in Indien

3. April 2014, 09:43
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Zug war auf eine wartende Garnitur aufgefahren

Neu-Delhi - Beim Zusammenstoß zweier Personenzüge im Norden Indiens sind mindestens zwei Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden. Einer der beiden Züge habe in der Nacht zum Donnerstag vor dem Bahnhof in Obra (UttarPradesh) auf das Freigabe-Signal warten müssen, berichtete die Nachrichtenagentur IANS. Ein Folgezug sei nicht informiert gewesen und auf die stehende Garnitur aufgefahren.

Das indische Bahnsystem stammt im Wesentlichen aus der britischen Kolonialzeit. Das weitverzweigte Schienennetz ist trotz der Konkurrenz durch private Fluggesellschaften weiterhin das Haupttransportmittel für die mehr als eine Milliarde Bewohner des Subkontinents. In den teils veraltetenund überfüllten Zügen kommt es immer wieder zu verheerenden Unglücken.

Im Jänner dieses Jahres waren bei einem Brand in einem Zug nahe der Hafenstadt Mumbai neun Menschen ums Leben gekommen. Im Dezember des Vorjahres waren bei einem Brand in einem Zug auf dem Weg von Bangalore (Bundesstaat Karnataka) nach Nanded 23 Mernschen ums Leben gekommen. Im November 2013 war am Bahnhof von Gotlam im südlichen Bundesstaat Andhra Pradesh ein Schnellzug in eine Menschenmenge gerast - acht Menschen starben und zahlreiche andere wurden verletzt. (APA, red, derStandard.at, 3.4.2014)

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