Samaras-Mitarbeiter hatte Kontakte mit griechischen Rechtsextremisten

2. April 2014, 23:01
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Baltakos verriet einem Abgeordneten der "Goldenen Morgenröte" Interna

Athen  - Die Inhaftierung von mehreren Mitgliedern der griechischen Rechtsextremisten-Partei "Goldene Morgenröte" unter der Anklage der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung soll möglicherweise ohne wirkliche Beweise erfolgt sein. Dies zumindest behauptet ein Mitarbeiter von Ministerpräsident Antonis Samaras in einem Video, das am Mittwoch in Athen veröffentlicht wurde.

Darin hatte der Samaras-Mitarbeiter Panagiotis Baltakos einem Abgeordneten der Rechtsextremisten entsprechende Interna verraten. Baltakos musste am Mittwoch sein Amt als Generalsekretär der Regierung niederlegen. Samaras zeigte sich entsetzt über das Verhalten seines Mitarbeiters.

Immunität aufgehoben

Das griechische Parlament hatte in den vergangenen Monaten stufenweise die Immunität von 14 rechtsextremistischen Abgeordneten aufgehoben. Sechs von ihnen sind bereits in Untersuchungshaft.

Auslöser der strafrechtlichen Verfolgung war ein tödlicher Zwischenfall im September 2013. Damals war ein linker Musiker von einem Anhänger der Goldenen Morgenröte erstochen worden. (APA, 2.4.2014)

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