IST-Austria-Neurobiologe erhält hochdotierten Förderpreis

2. April 2014, 15:48
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"Program Grant" des Human Frontier Science Program für Simon Hippenmeyer und drei weitere Forscher

Maria Gugging/Wien - Der Schweizer Neurobiologe Simon Hippenmeyer vom Institute of Science and Technology (IST) Austria erhält gemeinsam mit drei anderen Forschern aus den USA und Großbritannien einen "Program Grant" des Human Frontier Science Program (HFSP). Die über drei Jahre laufende Förderung ist mit umgerechnet 870.000 Euro dotiert, hieß es in einer Aussendung des IST Austria.

Das Human Frontier Science Program unterstützt Pionierforschung in den Lebenswissenschaften. Mit den Program Grants werden neue Kooperationen zwischen Forscherteams unterstützt. Hippenmeyer, seit 2012 Assistant Professor am IST Austria, erforscht gemeinsam mit seinen Kollegen, wie sich die größte Struktur des Gehirns, der zerebrale Kortex, während der Entwicklung aufbaut. Der Kortex steuert alle höheren Gehirnfunktionen wie Wahrnehmung, Emotion, Sprache und Kognition. Die Aufteilung der Fördersumme bestimmen die Forscher selbst.

Weiterer Preis

Mit dem "Eppendorf Award for Young European Investigators" ausgezeichnet wird die am Institute of Molecular Biotechnology (IMBA) der Akademie der Wissenschafter (ÖAW) tätige Amerikanerin Madeline Lancaster. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis für herausragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Biomedizin wird am 22. Mai in Heidelberg übergeben. Lancaster ist seit 2010 im Team des stellvertretenden IMBA-Direktors Jürgen Knoblich tätig, wo sie an der Differenzierung von neuronalen Stammzellen forscht, hieß es in einer IMBA-Aussendung. Zuletzt war sie mit Knoblich an der Entwicklung dreidimensionaler Gehirnmodelle in einer Organkultur beteiligt. Damit solle es in Zukunft möglich sein, Krankheiten wie Schizophrenie oder Alzheimer nachzubilden und Arzneimittel zu testen. (APA/red, derStandard.at, 2.4.2014)

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