Chinesische ICBC soll an Pioneer interessiert sein

2. April 2014, 15:03
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Pioneer könnte im kommenden Jahr verkauft werden

Mailand - Nach dem Rekordverlust im vergangenen Jahr will die italienische Großbank und Bank-Austria-Mutter UniCredit laut Medienberichten von Mitte März ihre Fondsverwaltungstochter Pioneer Investment zu Geld machen. Die HVB-Mutter werde die Sparte voraussichtlich im kommenden Jahr zum Verkauf stellen oder an die Börse bringen, berichtete die "Financial Times" vor rund zwei Wochen. Pioneer werde mit mehr als zwei Milliarden Euro bewertet, so das Blatt unter Berufung auf mit den Überlegungen vertraute Personen. 

Jetzt werden auch bereits Interessenten gehandelt: Die chinesische Großbank ICBC soll laut einem Insider interessiert sein berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das Institut erwäge ein Übernahmeoffert für die Sparte der größten italienischen Bank, sagte demnach eine mit den Überlegungen vertraute Person. Zuletzt hatte bereits die britische Zeitung "The Sunday Times" berichtet, ICBC könne rund 2 Mrd. Euro für den Deal auf den Tisch legen. Es wäre die größte Übernahme einer Fondsgesellschaft aus der westlichen Welt durch ein asiatisches Unternehmen. Pioneer verwaltete Ende 2013 Investments in Höhe von 174 Mrd. Euro.

Die Bank-Austria-Mutter UniCredit wollte sich nicht dazu äußern. Ein ICBC-Sprecher sagte, es gebe keine Gespräche mit Pioneer. (APA/red, derStandard.at, 2.4.2014)

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