Slowenien startet neuen Privatisierungsversuch für Telekom Slovenije

2. April 2014, 14:53
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75,58 Prozent des führenden Telekombetreibers stehen zum Kauf

Die Privatisierung des führenden slowenischen Telekombetreibers, Telekom Slovenije, kommt voran. Der Staatsfonds SOD hat am Mittwoch 75,58 Prozent der Aktien zum Kauf angeboten, die dem slowenischen Staat und mehreren Kleinaktionären gehören. Potenzielle Käufer Investoren können ihr Interesse bis 23. April bei dem Finanzberater in dem Privatisierungsprozess, Citigroup Global Markets, bekunden.

Danach werden ausgewählte Interessenten in die nächste Privatisierungsphase eingeladen, wie aus der Veröffentlichung auf der Internetseite von SOD hervorgeht.

Mehrheit

Der Staat bzw. mit dem Staat verbundene Unternehmen verkaufen zusammen 72,75 Prozent der Telekom-Anteile. In dem Verkaufskonsortium sind neben der Republik Slowenien, mit 62,5 Prozent der Mehrheitsaktionär, auch die beiden Staatsfonds SOD (4,25 Prozent) und KAD (5,6 Prozent), geringere Anteile steuern auch der Rückversicherer Sava Re und die größte Versicherung, Zavarovalnica Triglav, bei. Auch Kleinaktionäre, die zusammen 2,83 Prozent der Anteile halten, haben sich dem Verkaufsangebot angeschlossen.

Die Telekom gehört zu jenen 15 Unternehmen, die die slowenische Mitte-Links-Regierung im Zuge der aktuellen Privatisierungswelle verkaufen möchte. Es wird erwartet, dass der Telekom-Platzhirsch das größte Interesse weckt. Seit 1999 gab es mehrere Verkaufsanläufe für die Telekom Slovenije. Der bisher letzte Privatisierungsversuch platzte im Jahr 2008.

Medienberichten zufolge herrscht diesmal ein reges Interesse an der slowenischen Telekom. Als ein wahrscheinlicher Interessent wird die Deutsche Telekom gehandelt, die bereits 2008 unter den potenziellen Käufern war.

Telekom Slovenije, die einen Marktanteil von rund 42 Prozent am slowenischen Telekommunikationsmarkt hält, hat im Vorjahr ihren Nettogewinn um 17 Prozent auf 52,3 Mio. Euro gesteigert. Der Umsatz legte um knapp 4 Mio. Euro (0,5 Prozent) auf 799 Mio. Euro zu, womit erstmals seit 2009 ein leichtes Umsatzplus verzeichnet wurde. (APA, 2.4. 2014)

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