Ex-Microsoft-Manager wird Cannabis-Händler

2. April 2014, 14:36
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Jamen Shively erwartet den "grünen Goldrausch" und will der größte Verkäufer von Cannabis auf der ganzen Welt werden

Berlin - Nach der Legalisierung des Verkaufs von Cannabis zu Jahresanfang im US-Bundesstaat Colorado sind die Aktienkurse mehrerer an der Produktion und der Vermarktung beteiligter Unternehmen rasant gestiegen. Zum Jahreswechsel trat ein Gesetz in Kraft, das den Verkauf des Rauschmittels in sogenannten Coffeeshops erlaubt. Die Lockerung der Restriktionen in Colorado werden aller Voraussicht nicht zur Eintagsfliege werden, sondern eher zur Blaupause für Nachahmer.

So verwundert es nicht, dass ein ehemaliger Microsoft-Manager künftig mit dem Handel von Haschisch Karriere machen will. Die Nachfrage nach Cannabis hat nach seiner Überzeugung bereits zu einem "Goldrausch" geführt.

In Kalifornien werde mit dem Anbau inzwischen mehr Geld verdient als mit Weizen und Gemüse, sagte Jamen Shively, der vor Jahren einmal bei dem Softwarekonzern arbeitete, in einem Interview des Magazins "Business Punk". "Das ist ein grüner Goldrausch mit geschätzt 100 Milliarden Dollar (72,5 Mrd. Euro) Umsatz pro Jahr."

Seine ersten Shops will der Ex-Manager im Stil hochwertiger Zigarrenläden eröffnen. "Auf jeden Fall müssen wir mit unseren günstigsten Produkten unter den Schwarzmarktpreisen liegen, sonst sind wir nicht wettbewerbsfähig", sagte Shively. Langfristig verfolge er das Ziel, "der größte Verkäufer von Cannabis auf der ganzen Welt zu werden". Er setze dabei auf eine fortschreitende Legalisierung. In den USA sei Anbau und Genuss der Hanf-Pflanze bereits in über einem Dutzend Bundesstaaten erlaubt oder geduldet. (APA/red, derStandard.at, 2.4.2014)

  • Lange verteufelt: Von Cannabis ist die Rede.
    foto: reuters/despieux

    Lange verteufelt: Von Cannabis ist die Rede.

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