Thailands Regierungschefin muss vor Gericht

2. April 2014, 14:09
149 Postings

Chefposten im Nationalen Sicherheitsrat hätte an Verwandten gehen sollen

Bangkok - Die thailändische Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra muss sich wegen Amtsmissbrauchs vor Gericht verantworten. Das Verfassungsgericht in Bangkok ließ am Mittwoch eine Petition gegen Yingluck zu. Ihr wird vorgeworfen, bei der Absetzung des früheren Chefs des Nationalen Sicherheitsrats, Thawil Pliensri, ihre Macht als Regierungschefin missbraucht zu haben.

Shinawatras Gegner glauben, sie habe den Posten für einen Verwandten freimachen wollen. Laut Gerichtsmitteilung muss Yingluck binnen 15 Tagen nach Zustellung der Papiere zur Anhörung erscheinen. Sollte sie des Verfassungsbruchs schuldig gesprochen werden, könnte ihr ganzes Kabinett entlassen werden. Es hatte der Absetzung Thawils im September 2011 zugestimmt.

Das Urteil ist der jüngste von mehreren rechtlichen Rückschlägen für Yingluck. Ihr wird unter anderem Korruption vorgeworfen. Regierungsgegner demonstrieren seit Monaten für die Absetzung ihrer Regierung und die Verbannung des Yingluck-Clans aus der Politik. (APA, 2.4.2014)

  • Yingluck Shinawatra muss wegen Amtsmissbrauchs vor Gericht.
    foto: ap/subprasom

    Yingluck Shinawatra muss wegen Amtsmissbrauchs vor Gericht.

Share if you care.