Lyon schwer gezeichnet gegen Juventus

2. April 2014, 13:35
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Bei Olympique fallen vor Viertelfinal-Hinspiel gleich sieben Stammspieler aus - Baseler Geisterspiel gegen Valencia

Lyon/Basel - Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin will am Donnerstagabend (21.05 Uhr/live ORF eins) im Europa-League-Viertelfinal-Hinspiel bei Olympique Lyon den nächsten Schritt Richtung Heimfinale am 14. Mai machen. "Juve" ist klarer Favorit, fehlen doch bei den Gastgebern gleich sieben Stammspieler wegen Verletzungen.

Verpatzte Generalproben

Lyon muss die Verteidiger Milan Bisevac, Samuel Umtiti, Miguel Lopes und Mouhamadou Dabo sowie die Mittelfeldspieler Gueida Fofana, Clement Grenier und Yoann Gourcuff vorgeben. Die nationalen Generalproben gingen sowohl für den Ligue-1-Fünften Lyon mit einer 1:2-Heimniederlage gegen Saint-Etienne als auch für Serie-A-Spitzenreiter Juventus mit einem 0:2 beim Tabellendritten SSC Napoli daneben.

Bei der Niederlage in Neapel fehlte den Turinern aber ihr Topstürmer Carlos Tevez wegen einer Gelb-Sperre. Der 30-jährige Argentinier führt die Ligaschützenliste mit 18 Treffern an, wartet jedoch seit dem 7. April 2009, als er beim 2:2 seines damaligen Clubs Manchester United im Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel daheim gegen Porto traf, auf ein Europacup-Tor.

"Ich bin trotzdem nicht beunruhigt, denn früher oder später werden die Tore kommen", meinte Tevez. "Es ist wirklich verhext, in Europacup-Spielen will der Ball bei seinen Schüssen einfach nicht ins Tor gehen. Trotzdem ist Carlos ein fantastischer Spieler", betonte sein Sturm-Partner Pablo Osvaldo, der heuer schon zwei Europa-League-Treffer erzielt hat.

Geisterspiel für Basel

Salzburg-Bezwinger Basel strebt seinem zweiten Europa-League-Halbfinale in Serie entgegen. Allerdings muss der ersatzgeschwächte Schweizer Champion im Heimspiel gegen Valencia (21.05 Uhr/live SRF 2) nicht nur auf seinen verletzten Kapitän und Torjäger Marco Streller, sondern auch auf seine Fans verzichten. Die Vorfälle beim 2:1-Sieg im Achtelfinal-Rückspiel in Salzburg, als der Basel-Anhang eine 13-minütige Spielunterbrechung erzwungen hatte, zogen diese UEFA-Sanktion eines "Geisterspiels" nach sich.

Valencia, in der Meisterschaft aktuell nur Neunter, ist im Europacup seit neun Partien ungeschlagen und hat mit dem 3:2-Sieg am 1. Februar beim FC Barcelona seine Auswärtsstärke unter Beweis gestellt. Spaniens zweiter Europa-League-Viertelfinalist FC Sevilla gastiert im iberischen Duell zuerst beim FC Porto, der in der Meisterschaft diesmal klar im Schatten von Benfica Lissabon steht. Der überlegene portugiesische Tabellenführer bekommt es in der Runde der letzten acht mit AZ Alkmaar zu tun. (APA, 2.4.2014)

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