Ölpreis am Nachmittag tiefer

2. April 2014, 14:03
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Wien - Der Ölpreis hat am frühen Mittwochnachmittag tiefer gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 99,17 Dollar und damit 0,57 Prozent weniger als am Dienstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 104,45 Dollar gehandelt.

Die Aussicht auf steigende Öllieferungen aus dem Förderland Libyen und auf einen weiteren Zuwachs der US-Ölreserven sorgen nach Einschätzung von Händlern für anhaltenden Verkaufsdruck. Die deutlichen Vortagespreisrückgänge wurden damit ausgeweitet. Auslöser für den gestrigen Preisrutsch war laut Einschätzung der Commerzbank-Analysten die Meldung, dass die Rebellen in Libyen die seit Monaten besetzten Häfen angeblich innerhalb von Tagen freigeben wollen.

Die Commerzbank bewertete den gestrigen Preissturz als Überreaktion und rechnen in den kommenden Tagen mit einer Preiserholung, da es derartige Verlautbarungen in den vergangenen Monaten des Öfteren gab, ohne dass die Hafenblockade tatsächlich aufgehoben wurde.

Am Nachmittag wird die amerikanische Regierung die offiziellen Daten zu den Lagerbeständen an Rohöl in der vergangenen Woche veröffentlichen. Der Markt rechnet mit einem erneute Anstieg.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.284,00 Dollar und damit wenig verändert zum Dienstagnachmittags-Fixing von 1.283,75 Dollar. Nach den jüngsten Preisrückgängen auf ein Siebenwochentief kamen Spekulationen auf, dass das mittlerweile erreichte Preisniveau für gestiegene materielle Käufe in China sorgen könnte, schreibt der Finanzinformationsdienst Bloomberg. Im vergangenen Jahr war China der weltgrößte Goldkonsument. (APA, 2.4.2014)

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