Fernost-Börsen schließen überwiegend positiv

3. April 2014, 11:57
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Chinesische Regierung kündigt Konjunkturpaket an

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag überwiegend positiv geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 125,56 Zähler oder 0,84 Prozent auf 15.071,88 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong konnte um 41,14 Zähler (plus 0,18 Prozent) auf 22.565,08 Einheiten zulegen. Der Shanghai Composite gab hingegen 15,29 Punkte oder 0,74 Prozent auf 2.043,70 Punkte ab.

Mit Gewinnen schlossen auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.220,06 Zählern mit einem Plus von 27,28 Punkten oder 0,85 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gewann 6,9 Zähler oder 0,13 Prozent auf 5.415,70 Einheiten.

Angetrieben wurden die asiatischen Märkte durch gute Vorgaben aus China und den USA. So hatte in den USA der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) für den März einen Beschäftigungsanstieg im Privatsektor berichtet, und die Industrieaufträge im Februar hatten stärker zugenommen als erwartet.

In China waren Ankündigungen der Regierung ausschlaggebend, wonach das schwächelnde Wirtschaftswachstum des Landes durch ein kleines Konjunkturprogramm und Steuererleichterungen gestützt werden soll. Die Regierung will 150 Mrd. Yuan (17,5 Mrd. Euro) am Anleihemarkt aufnehmen, um den Bau von Eisenbahnen in den weniger entwickelten Regionen Zentral- und Westchinas zu unterstützen. Zudem soll ein Entwicklungsfonds zur Eisenbahnfinanzierung mit einem jährlichen Volumen von 200 bis 300 Mrd. Yuan aufgelegt werden.

Nach der Ankündigung waren vor allem Eisenbahnaktien gesucht. China Railway Construction schnellten in Hong Kong 7,2 Prozent nach oben, nachdem die Regierung ihre Pläne für 6.600 neue Schienenkilometer angekündigt hatte. China Railway Group legten 5,9 Prozent zu.

Exportlastige Werte konnten ebenfalls gewinnen. Aktien von Samsung Electronics, Koreas größtem Exporteur für Elektro-Konsumgüter, stiegen 2,4 Prozent. Honda Motor Co. profitierten in Japan von einem niedrigeren Yen-Kurs und gewannen ein Prozent. Der Autobauer setzt 44 Prozent seiner Verkäufe in Nordamerika um. (APA, 3.4.2014)

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