Hörgerät per Knochenleitung gewinnt Staatspreis

4. April 2014, 18:28
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Wien - Das Innsbrucker Medizintechnikunternehmen Med-El ist vergangene Woche für das weltweit erste aktive Knochenleitungsimplantat mit dem Staatspreis Innovation 2014 des Wissenschafts- und Wirtschaftsministeriums ausgezeichnet worden. Das System nutzt den Schädelknochen für die Vibrationsleitung des Schalls und ermöglicht so schwer hörgeschädigten Menschen ein weitgehend normales Hören.

Die "Bonebridge" wird unsichtbar hinter dem Ohr implantiert. Ein Audioprozessor wandelt den Schall in elektrische Signale um, die das Implantat in mechanische Schwingungen umwandelt. Der Schädelknochen leitet diese an das Innenohr weiter.

Der von der Wirtschaftskammer Österreich vergebene Sonderpreis "Econovius" wurde an die Kärntner Maschinenfabriken Egger vergeben, die ein System zum Recycling von Aluminium entwickelten. Den vom Verbund gestifteten Sonderpreis "Verena" erhielt das Güssinger Unternehmen smartflower energy technology, das in Kooperation mit dem Austrian Institute of Technology (AIT) ein mobiles Fotovoltaiksystem erfand, das sich per GPS nach der Sonne ausrichtet. (red, DER STANDARD, 2.4.2014)

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