Im Gesellschaftsbad

Glosse1. April 2014, 18:20
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Prinzenabtatschen auf dem "legendären Rosenball" von Monte Carlo

Das muss schon ein tolles Wow sein, wenn man, umwogt von einer zehnköpfigen österreichischen Damendelegation, junge Prinzen und Prinzessinnen "direkt hautnah" liebgewinnen und abtatschen darf.

Hyperventilierte also eine Puls-4-Moderatorin am Zenit ihres bisherigen gesellschaftlichen Dabeiseins - "Tollste Roben! Fürstliches Vergnügen!" - im Zuge einer forschen Selfie-Anbahnung auf dem "legendären Rosenball" von Monte Carlo: "May I touch you?" Und der hautnah liebgewonnene Prinz Pierre aus dem alteingesessenen Piratenadel der Grimaldis antwortete in dieser "meiner Nacht in Monaco" glatt, äh, galant: "No! May I touch you?" Juhu!

Natürlich darf er hinlangen. Schade, dass der "Kurier" der Anbandelei nur eine halbe Seite widmete. Was machte Schnulzenkönigin Rosamund Pilcher aus diesem Erlebnisbad in der Hautevolee! Zumindest ein TV-Zweiteiler wäre drin.

Apropos Zweiteiler: Gottes und Serienplaners Wege sind unerforschlich. Trotzdem eine Frage an Radio Eriwan vulgo ORF: Nach welchen Kriterien wird eigentlich "The Mentalist" programmiert? Nach Episode 12 aus Staffel 6, die sozusagen mitten in einer wüsten Geschichte steckt und nach Fortsetzung schreit, serviert der ORF willkürlich alte Folgen. Weil: günstige Wiederholungsrechte? Oder hat der ORF eh schon zu viele Seher und will einige loswerden? (Andrea Schurian, DER STANDARD, 2.4.2014)

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