Verdächtiger nach Vandalenakten in Wiener Kirchen geständig

1. April 2014, 18:57
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Sechs Beschädigungen von Statuen, letzte Tat Dienstagfrüh - "Gott hat mir das aufgetragen", sagt der Mann, der in Justizanstalt eingeliefert wurde

Wien - Ein nach einer Attacke auf eine Heiligenstatue im Wiener Stephansdom am Samstag zunächst nur vorübergehend festgenommener 37-Jähriger hat sechs Vandalenakte in Wiener Kirchen gestanden. Nach einer neuerlichen Festnahme am Dienstag wurde der Mann aus Ghana einvernommen und kam schließlich in die Justizanstalt Josefstadt. Die letzte Tat dürfte er noch Dienstagfrüh in Wien-Mariahilf begangen haben.


Statuenreste in der Lazaristenkirche. (Foto: APA/Hans Punz)

"Er ist voll geständig, macht aber sehr verwirrende Angaben zu seinem Motiv. Der Mann hat angegeben, dass 'Gott ihn beauftragt' hätte", erklärte Polizeisprecher Roman Hahslinger Dienstagabend. Der 37-Jährige hätte angegeben, der Mensch dürfe seiner Meinung nach keine Heiligenbilder anfertigen. "Der Verdächtige ist akut nicht psychotisch. Er wird noch heute in die Justizanstalt eingeliefert." Selbst- oder Gemeingefahr bestehe akut nicht. Man werde aber natürlich den Geisteszustand des Inhaftieren untersuchen. Politische Beweggründe seien auszuschließen.

Geständig ist der Mann zu einer Attacke am 7. Februar in der Pfarre St. Othmar am Kolonitzplatz in Wien-Landstraße, am 29. März dann in einer Kirche in Wien-Josefstadt am Uhlplatz (Breitenfeld), in Wien-Neubau (Lazaristenkirche), in der Pfarrkirche Neuottakring (Familienplatz), im Stephansdom und heute, Dienstag, in der Mariahilfer Kirche in Wien-Mariahilf.

Der Schaden an Statuen in der Mariahilfer Kirche in der Mariahilfer Straße war Dienstag in der Früh bemerkt worden. Nach der Attacke im Stephansdom war der Mann ertappt worden, kam aber schließlich wieder frei. Zunächst war kein Konnex zwischen den Beschädigungen in den Gotteshäusern hergestellt worden. Nach der Sachbeschädigung im Wiener Stephansdom war der 37-Jährige von Zeugen als "psychotisch verengt" beschrieben worden. (APA/red, derStandard.at, 1.4.2014)

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    grafik: apa
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