Product-Placement: Verwaltungsgerichtshof weist ORF-Beschwerde ab

1. April 2014, 14:03
11 Postings

Folgt damit BKS-Entscheid bezüglich eines Europa-League-Spiels im Sommer 2011 - "Zu starkes Herausstellen der Produktplatzierungen" verstieß gegen ORF-Gesetz

Wien - Der ORF ist mit seiner Beschwerde gegen einen Bescheid des Bundeskommunikationssenats (BKS) beim Verwaltungsgerichtshof abgeblitzt. Demnach habe der ORF mit der Übertragung eines Europa-League-Spiels im Sommer 2011 aufgrund "zu starken Herausstellens der Produktplatzierungen" gegen das ORF-Gesetz verstoßen. Der Verwaltungsgerichtshof folgte damit der Argumentation des BKS.

Gut sichtbare Firmenlogos

Auf der Jacke eines Co-Moderators seien "gut sichtbare Firmenlogos" zu sehen gewesen, zudem sei dieser vor einer mobilen Wand mit weiteren Firmenlogos gestanden. Dabei sei es ohne Belang, "ob Werbeaufkleber im Sport heute allgegenwärtig sind und ob der ORF auf die Gestaltung der Interviewzone Einfluss hat", wie es in einer Mitteilung des Verwaltungsgerichtshofs heißt.

ORF verpflichtet zu entsprechender Veröffentlichung

Zwar seien Produktplatzierungen in Sportsendungen zulässig, allerdings dürfen diese nicht zu stark herausgestellt werden. Im betreffenden Fall hätten die Firmenlogos "einen großen Teil des Bildschirms" eingenommen, wobei diese Situation "für etwa 20 Prozent des maßgeblichen Zeitraums" bestanden habe. Der ORF ist zu einer entsprechenden Veröffentlichung verpflichtet. (APA, 1.4.2014)

Nachlese
Mediensenat verurteilt ORF: "Zu starkes" Product-Placement - Logos auf Jacke von und Wand hinter Comoderator bei Europa League: Eindruck "einziger Zweck" des Gesprächs sei Markenpräsentation

Share if you care.