Rom: Saudi-Arabien zahlt für Restaurierung historischer Denkmäler

1. April 2014, 13:47
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Im Gegenzug sollen römische Kunstwerke im Golfstaat ausgestellt werden

Rom/Riad - Roms Bürgermeister Ignazio Marino hat ein Abkommen mit Saudi-Arabien geschlossen. Demnach soll das Land einen Beitrag zum Erhalt und zur Restaurierung der Denkmäler in der Ewigen Stadt leisten. Im Gegenzug soll die Gemeinde Rom Kunstwerke für Ausstellungen im Golfstaat leihen, berichteten italienische Medien am Dienstag.

Für die Restaurierung des Mausoleums des römischen Kaisers Augustus, für das vier Millionen Euro aufgebracht werden müssen, wird Saudi-Arabien zwei Millionen Euro zur Verfügung stellen. 2,5 Millionen Euro sollen für die Restaurierung des Palazzo Caffarelli am Kapitol-Hügel locker gemacht werden. Auch in die Modernisierung der kommunalen Galerie zeitgenössischer Kunst will Riad investieren.

Kunstwerke der Kapitolinischen Museen in Riad

Das Abkommen zwischen der Gemeinde Rom und Saudi-Arabien soll in der Ewigen Stadt unterzeichnet werden. "Die Gemeinde Rom wird als Gegenleistung Werke der Kapitolinischen Museen für Ausstellungen in Riad zur Verfügung stellen. Dabei handelt es sich um Gemälde und um Skulpturen", betonte der römische Bürgermeister.

Die Gemeinde Rom ist von schweren finanziellen Problemen belastet. Mit einer Verschuldung von 816 Millionen Euro hat die 3,5-Millionen-Metropole immer weniger Geld für die Restaurierung ihrer Kunstschätze zu investieren. Daher müssen immer häufiger Privatunternehmen in die Tasche greifen, um Roms Denkmäler zu retten. Der Juwelier Bulgari hat vor zwei Wochen angekündigt, der verschuldeten Stadt 1,5 Millionen Euro für die Restaurierung der Spanischen Treppe zur Verfügung zu stellen. Die Renovierungsarbeiten werden drei Jahre lang dauern.

Schuhproduzent finanziert Restaurierung des Kolosseums

Bulgari folgt dem Beispiel des Schuhproduzenten Diego Della Valle, der 25 Millionen Euro für die Restaurierung des Kolosseums locker gemacht hat. Das römische Modehaus Fendi trägt zur Restaurierung des Trevi-Brunnens bei. (APA, 01.04.2014)

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