Wiener Zentrum für Schwimmsport in der Warteschleife

31. März 2014, 17:12
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Gespräche mit dem Bund, der Hälfte zahlen müsste, laufen

Wien - Viel hat die Wiener SPÖ vergangene Woche bei ihrer traditionellen Klubklausur in Rust vorgestellt. So wurden der Bau der U5 oder Gratis-Nachhilfe für lernschwache Wiener Pflichtschüler fixiert. Ein Ressort wurde bei der Präsentation von Projekten aber ausgespart: Sport-Themen wurden bei der Tagung mit keinem einzigen Wort erwähnt.

Dabei hatte Wiens Sportstadtrat Christian Oxonitsch noch im vergangenen Jahr in Rust den Bau eines Leichtathletik-Zentrums sowie eines Schwimmsport-Zentrums verkündet. Die Leichtathletik-Stätte, die internationalen Meeting-Standards nicht genügt, aber den Sportlern als Trainingsort Heimat bietet, wurde im November 2013 im Prater eröffnet und kostete 800.000 Euro. Das Schwimmsport-Zentrum ist vorerst eine Ankündigung geblieben.

Im Büro von Oxonitsch verweist man auf Anfrage des STANDARD darauf, dass die Zusage steht. Um den etwa 15 Millionen Euro teuren Bau im Stadionbad verwirklichen zu können, müsste der Bund aber die Hälfte zahlen. "Die Gespräche laufen", heißt es seit mehr als einem Jahr. Im Sportministerium gibt man sich auf Nachfrage vorsichtig optimistisch.

Große Sportprojekte werden in Wien derzeit keine verfolgt. Als Ersatz für das im August 2012 geschlossene Union-Sportzentrum Schönbrunn soll aber im Juni 2014 eine Mehrzwecksportstätte im Prater eröffnet werden. (krud, DER STANDARD, 1.4.2014)

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