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31. März 2014, 16:26
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Es gibt sie doch, gut versteckt, die eine oder andere Überraschung im Abgabenänderungsgesetz. Das sonst fast durchwegs Belastungen bringende Steuerpaket beinhaltet ein kleines Zuckerl für Anleger. Genauer: für nicht mehr ganz Jugendliche. Ab dem zarten Alter von 50 Jahren wird die Behaltedauer für Einmalerläge auf zehn Jahre reduziert.

Mit dem Schritt will die Regierung die private Vorsorge stärken. Generell gilt für steuerlich begünstigte Er- und/oder Ablebensversicherungen eine Behaltedauer von 15 Jahren. Konkret bedeutet der Vorteil: Auf die Einzahlung fällt die vierprozentige Versicherungssteuer an, die bei kürzerer Bindung elf Prozent ausmacht. Zudem sind die Auszahlungen nach den genannten Fristen von der Kapitalertragsteuer befreit.

Fragt sich nur, ob der Gesetzgeber mit der künftigen Regelung die Anleger oder die Versicherungswirtschaft stärken will. Letztere klagte zuletzt über rückläufige Einmalerläge. Konsumenten sollten ein Investment jedenfalls gut prüfen. Und einige Tricks der Anbieter im Auge haben. Zu ihnen zählt, dass die Renditen gern netto, also ohne Versicherungssteuer, ausgewiesen werden. (as, DER STANDARD, 14.2.2014)

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