Weniger Straßenverkehrstote in der EU

31. März 2014, 16:09
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Aber Radfahrer stärker als früher gefährdet

Brüssel - Die Zahl der Toten im Straßenverkehr ist 2013 in der EU erneut deutlich zurückgegangen. Nach den jüngsten Daten der EU-Kommission vom Montag sank die Zahl der Todesfälle gegenüber 2012 EU-weit um acht Prozent, in Österreich sogar um 15 Prozent. Die EU sei nun auf gutem Weg, ihr Ziel einer Halbierung der Straßenverkehrstoten zwischen 2010 und 2020 zu erreichen, erklärte Kommissar Siim Kallas.

Bereits zwischen 2011 und 2012 war die Zahl der Todesfälle im Straßenverkehr EU-weit um neun Prozent zurückgegangen. Österreich verzeichnete in diesem Zeitraum noch einen Anstieg von zwei Prozent.

Täglich 70 Tote im Straßenverkehr

In gesamten Zahlen bedeute die Verringerung der Verkehrstoten in der Europäischen Union seit 2012, dass rund 9.000 Menschen weniger im Straßenverkehr ihr Leben verloren hätten, erklärte die EU-Kommission. Kallas wies darauf hin, dass allerdings noch immer täglich 70 Menschen auf Europas Straßen tödlich verunglücken.

Die Statistik der EU-Kommission zeigt große Unterschiede zwischen den Ländern. So weisen Großbritannien, Schweden, die Niederlande und Dänemark die wenigsten Todesopfer im Straßenverkehr auf. Auf jeweils eine Million Einwohner kommen in Großbritannien 29 Tote, und in Rumänien 92. Österreich liegt mit 54 Straßenverkehrstoten pro eine Million Einwohner über dem EU-Durchschnitt von 52. Deutlich über dem EU-Durchschnitt liegen Polen, Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen und Griechenland.

Anlass zur Sorge hat die EU-Kommission wegen der Situation schwächerer Verkehrsteilnehmer. Die Zahl der getöteten Fußgänger gehe weniger stark als erwartet zurück, und die Zahl der Todesopfer bei den Fahrradfahrern sei jüngst sogar gestiegen, beklagte die EU-Behörde. Teilweise sei dies darauf zurückzuführen, dass immer mehr Menschen Fahrrad fahren. Die EU-Staaten müssten daher stärker für ihre Sicherheit sorgen. Ab 2015 will sich die EU ein weiteres strategisches Ziel für die Verringerung der Zahl schwerer Verletzungen im Straßenverkehr setzen. (APA, 31.3.2014)

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