Lange Nacht der Forschung am 4. April bietet 1760 Stationen

31. März 2014, 18:16
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Am Freitag laden Unis, Fachhochschulen, außeruniversitäre Einrichtungen und Unternehmen in allen Bundesländern dazu ein, Forschern über die Schulter zu schauen

Wien - Wann hat man schon Gelegenheit, an einem Abend live eine Kunstherz-Implantation zu verfolgen und dem Generaldirektor des Kernforschungszentrums CERN zuzuhören? Am Freitag , dem 4. April besteht diese Möglichkeit bei der sechsten "Langen Nacht der Forschung" (LNF). Erstmals in allen neun Bundesländern stehen 1760 Stationen an 234 Standorten den Besuchern offen und geben Einblicke in die Welt der Wissenschaft. Zu diesem Anlass werden in der Akademie der Wissenschaften in Wien auch die Wissenschaftsbücher des Jahres vergeben.

Interessierte haben in der Kernzeit von 17 bis 23 Uhr, an manchen Stationen auch länger, bei freiem Eintritt die Gelegenheit, aktuelle Forschungsprojekte, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und spannende Technologien von den Forschern selbst präsentiert zu bekommen. Neben Universitäten laden auch Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen, zahlreiche außeruniversitäre Forschungsinstitute und Unternehmen ein.

CERN-Chef Heuer in Wien

In Wien werden sich 283 Stationen auf 43 Ausstellungsorte aufteilen. Ein Highlight: In der Aula der Wissenschaften wird um 18.30 Uhr der Generaldirektor des Europäischen Kernforschungszentrums CERN, Rolf-Dieter Heuer, einen Vortrag halten wird. Dem heuer seit 60 Jahren bestehenden CERN ist zudem eine Ausstellung gewidmet. In weniger ernstem Rahmen werden Jungforscher beim "Science Slam" ab 20.00 Uhr ihre Projekte präsentieren. Im Hörsaalzentrum des Wiener AKH kann man per Video-Übertragung live bei einer Kunstherz-Implantation dabei sein, die Herzchirurg Daniel Zimpfer ab 19.30 Uhr durchführen wird.

In Graz kann man einen Blick in eine der größten Sammlungen biologischer Proben Europas machen, die Biobank an der Medizin-Uni Graz. Die FH Joanneum stellt ihre Arbeit im Rahmen eines "Science Slams" vor und öffnet auch das Luftfahrtlabor und das Fahrzeugtechnik-Institut. In Graz verteilen sich insgesamt 201 Stationen auf 28 Ausstellungsorte, zudem gibt es in Leoben Angebote.

In Niederösterreich gibt es 322 Stationen in Krems, Tulln, Wiener Neustadt, Wieselburg, St. Pölten, Baden und Klosterneuburg. In Klosterneuburg präsentiert sich nicht nur das Institute of Science and Technology (IST) Austria, sondern auch das Wolfsforschungszentrum Ernstbrunn. In St. Pölten wird bei Voith Hydro die größte Turbine der Welt ausgestellt.

450 Stationen in Oberösterreich

Das umfangreichste Programm bietet Oberösterreich, wo in zehn Regionen an 95 Ausstellungsorten über 450 Stationen geboten werden. Die LNF kann in Oberösterreich in Linz, Wels, Steyr, Hagenberg, Braunau, Ried, Grieskirchen, Gmunden, Vöcklabruck und im Ennstal besucht werden. Am AKH Linz ist etwa der kleinste Herzschrittmacher der Welt zu sehen.

In Salzburg konzentriert sich das Geschehen weitgehend auf die Landeshauptstadt, wo an zehn Standorten an die 100 Stationen zu besichtigen sein werden. Auch in Kärnten setzt man auf kurze Wege. Dort findet die LNF an zwei Ausstellungsorten in Klagenfurt statt, u.a. kann man einem 3D-Drucker bei der Arbeit zusehen. In Tirol werden in Innsbruck, Hall und Kufstein an über 200 Stationen Einblicke in die Forschungsarbeit geboten - konkret etwa im Rahmen eines Vortrags über die Europäische Südsternwarte.

Das Burgenland wartet mit 75 Stationen an den drei Standorten Eisenstadt, Pinkafeld und Güssing auf. Und in Vorarlberg wird die in Dornbirn konzentrierte LNF von einem humanoiden Roboter eröffnet, der am Labor für künstliche Intelligenz an der Uni Zürich unter Mitarbeit Vorarlberger Unternehmen entwickelt wurde. (APA/red, derStandard.at, 31.3.2014)

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