Anklage gegen pakistanischen Ex-Präsident Musharraf

31. März 2014, 09:22
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Verhängung des Notstands und die Außerkraftsetzung der Verfassung im Jahr 2007 soll Tatbestand des Hochverrats erfüllen - Musharraf bekannte sich nicht schuldig

Islamabad - Der frühere pakistanische Militärmachthaber Pervez Musharraf ist am heutigen Montag offiziell des Hochverrats angeklagt worden. Er bekannte sich nicht schuldig. Sollte Musharraf verurteilt werden, droht ihm die Todesstrafe. Es handelt sich um das erste Mal, dass in Pakistan ein ehemaliger Staatspräsident wegen dieses Delikts vor ein Sondertribunal gestellt wird.

Dem 70-Jährigen wird vorgeworfen, durch die Verhängung des Notstands und die Außerkraftsetzung der Verfassung im Jahr 2007 Hochverrat begangen zu haben. Gegen Musharraf, der im vergangenen Jahr nach Jahren im Exil in seine Heimat zurückgekehrt war, laufen mehrere Gerichtsverfahren. So wird ihm auch der Mordanschlag auf die damalige Oppositionsführerin Benazir Bhutto Ende 2007 angelastet. Musharraf gab sein Amt im Jahr 2008 auf, um einer Amtsenthebung durch das von der Opposition kontrollierte Parlament zuvorzukommen. (APA/Reuters, 31.3.2014)

  • Unterstützer des pakistanischen Ex-Präsidenten Musharraf am Montag von dem Sondergericht in Islamabad.
    foto: reuters/stringer

    Unterstützer des pakistanischen Ex-Präsidenten Musharraf am Montag von dem Sondergericht in Islamabad.

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