Gong zur nächsten Runde

30. März 2014, 17:30
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"Profil": Niessl soll für Swarovski interventiert haben

Eisenstadt - Profil eröffnet die nächste Runde im "Rumbling" mit Hans Niessl. Das Magazin unterstellt in seiner heute, Montag, erscheinenden Ausgabe Niessl ausdrücklich nicht, 2009 beim schwarzen Minister und Vizekanzler Josef Pröll interveniert zu haben, der Tiroler Firma Swarco - die einen 300 Arbeitsplätze schweren Standort im Burgenland betreibt - doch eine Kredithaftung nach dem ULSG zu gewähren.

Das wird nur in den Raum gestellt, in dem schon hingestellt wurde, Niessl hätte von besagter Firma einst 10.000 Euro bar aufs Handerl gekriegt.

Hans Niessl dementiert heftig. "Das Unternehmens-Liquiditätssicherungsgesetz hat den Finanzminister ermächtigt, die Kreditklemme nach dem Lehman-Crash durch Bundesgarantien abzufedern." Er als roter Landeshauptmann sei wohl die falsche Person, erfolgreich beim schwarzen Vizekanzler und damaligen Finanzminister zu intervenieren. "Das hat nicht stattgefunden."

Profil präsentiert einen Mail-Dialog, der allerdings auf der Ebene Profil-Informant (Ex-Finanzvorstand Andreas Wecht) und Sacharbeitereben im LH-Büro fußt. "Zu mir ist das gar nicht gekommen", sagt Niessl zum Standard.

Während Niessl von unerhörtem "Rufmord auf Raten" spricht, den er sich auch auf dem Klagsweg verbitte, fragt das Nachrichtenmagazin sich und seine Leser, "warum Niessl derart nervös ist", dass er nicht bloß den Klagsweg einschlug, sondern den auch nun auszuweiten gedenkt. Und das, nachdem der Informant "tagelang massiv angegriffen" wurde.

Es stünde, so Profil, "Aussage gegen Aussage. Nicht mehr, nicht weniger." Pannoniens SP erkennt eine Deckungslücke. Durch die versucht sie, so darf man die samstägige Aussendung ("Profil als schlechter Verlierer") verstehen, ihre Gerade zu platzieren. (wei, DER STANDARD, 31.3.2014)

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