"Das 1:0 war eher ein Kung-Fu-Tritt"

30. März 2014, 19:20
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  • Ried - Austria

Herbert Gager (Austria-Trainer): "Die erste Hälfte war von uns nicht gut, wir waren zu passiv, sind kaum ins Spiel gekommen. Es war eher ein Sommerkick. Der Ausschluss und das Gegentor haben zu unserer Leistung gepasst, wobei das 1:0 eher ein Kung-Fu-Tritt war. Aufgrund der gezeigten Leistung geht das Remis in Ordnung."

Michael Angerschmid (Ried-Trainer): "Das 2:2 fühlt sich für uns wie eine Niederlage an. Das sind klar zwei verlorene Punkte für uns. In der ersten Hälfte haben wir dagegengehalten. Dem 1:0 ist schon ein klares Foul vorausgegangen, das war für uns natürlich glücklich. Die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte waren wir zu passiv, nach dem 2:1 haben wir die eine oder andere Chance gehabt, den Sack zuzumachen. In der Nachspielzeit sind wir für einen dummen Ballverlust bestraft worden. Ich kann der Mannschaft aber keinen Vorwurf machen, sie hat über 90 Minuten alles gegeben."

  • Salzburg - Innsbruck

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): "Das Wichtigste ist, dass Gulacsi keine gröbere Verletzung erlitten hat. Ich gratuliere Innsbruck zum leidenschaftlichen Kampf. Wir hatten genügend glasklare Chancen. Vor allem in den ersten 20 Minuten waren vier Hundertprozentige dabei. Wenn man da das Tor nicht macht, macht man es sich gegen einen defensivstarken Gegner nicht leichter. Egal ob Viererkette oder Perlenkette, es liegt nicht am System des Gegners, sondern ganz einfach daran, dass wir heute zu viele Chancen vergeben haben."

Michael Streiter (Innsbruck-Trainer): "Das war heute moralisch ganz wichtig für uns, wir müssen ganz einfach daran glauben. Es sind noch 18 Punkte zu vergeben, da kann noch einiges passieren. Vor allem muss die Mannschaft jetzt die Trainingsleistungen umsetzen, wie sie es heute bereits gemacht hat. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment aussprechen: Vier hundertprozentige Chancen, das haben nicht viele Mannschaften in Salzburg gehabt. Wir hätten es auf der Schaufel gehabt, das Ding zu drehen. Letztendlich ist es ein Punkt, der uns nicht wirklich weiterhilft."

  • Rapid - Sturm

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Wir sind gut gestartet. Die ersten 30 Minuten waren ganz in Ordnung. Wir haben gewusst, dass der Gegner in der zweiten Hälfte mehr fürs Spiel machen muss und dadurch Räume für uns entstehen. Leider haben wir die zu wenig genutzt. Mir hat imponiert, dass wir heute eine Einheit zwischen Mannschaft und Fans gesehen haben. Das wir zum vierten Mal zu null gespielt haben, ist schön, trotzdem hat es immer wieder Phasen gegeben, in denen wir aufs Fußballspielen vergessen haben."

Darko Milanic (Sturm-Trainer): "Es war ein verdienter Sieg von Rapid. Sie haben die Geschenke gut ausgenützt, eines vom Schiedsrichter, eines von uns. Wir haben gekämpft, sind aber nur selten gefährlich geworden."

  • Admira - Grödig

Walter Knaller (Admira-Trainer): "Am Anfang hatten wir Probleme mit ihnen. Dann sind uns aber unsere Konter über die Seiten gut gelungen, aus denen wir drei Tore hätten schießen können. Die Tore sind dann aber doch noch gefallen. In der zweiten Hälfte haben wir teilweise beeindruckend gespielt. Wir haben nach dem Punkteabzug immer an das Wunder geglaubt, aber auch gedacht, dass es länger dauert, dieses zu schaffen. Der gesamte Kader hat sich sehr gut entwickelt. Grödig hat einen großartigen Herbst gespielt, aber jetzt auch durch Verletzungen Probleme."

Adi Hütter (Grödig-Trainer): "Gratuliere zum verdienten Sieg, die Admira war die weit bessere Mannschaft. Defensiv hatten wir das ganze Spiel über unsere Probleme, und im Angriff sind wir nie richtig gefährlich geworden. Es ist derzeit der Wurm drinnen. Wir sind aber auch nicht mehr die Mannschaft vom Herbst, jede Woche fehlt ein anderer, während die Admira heute beispielsweise Schwab, Sulimani und Ouedraogo auf der Bank hatte. Mit diesem Kader können wir mit Rapid und Austria im Kampf um die Europa-League-Plätze nicht mithalten."

  • WAC - Wr. Neustadt

Dietmar Kühbauer (Trainer WAC): "Es ging heute nicht darum, schön zu spielen, sondern mit einer anderen Körpersprache aufzutreten. Ich habe den Jungs über die Woche klargemacht, dass sie sich pushen und mit einem positiven Gefühl an die Sache herangehen müssen. Wir sind heute auch anders aufgetreten, haben kaum eine Torchance zugelassen. Für Silvio ist es natürlich schön, aber wichtig ist der Erfolg der gesamten Mannschaft."

Heimo Pfeifenberger (Trainer Wr. Neustadt): "Der WAC hat verdient gewonnen, wir haben die ersten Minuten völlig verschlafen. Leider war bei uns dann kein Aufbäumen bemerkbar."

Silvio (dreifacher Torschütze WAC): "Endlich hat es einmal geklappt. Ich wollte unbedingt einmal ein Tor für den WAC schießen, dass es drei Tore geworden sind, ist umso schöner. Es hat sich bei mir in en letzten Wochen schon ein wenig Frust breitgemacht, aber der Trainer hat mir immer viel Mut zugesprochen. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Pflichtspieltor erzielt habe, das muss so Ende 2012 für Union Berlin gewesen sein."

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