ATX schließt am Freitag fester

28. März 2014, 18:13
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Die Wiener Börse hat sich am Freitag mit Gewinnen ins Wochenende verabschiedet. Der ATX stieg 23,01 Punkte oder 0,94 Prozent auf 2.481,84 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zwei Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.480 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,68 Prozent, DAX/Frankfurt +1,43 Prozent, FTSE/London +0,41 Prozent und CAC-40/Paris +0,73 Prozent.

Nach Aufschlägen im Frühhandel, die von guten Vorgaben aus Asien unterstützt wurden, brachte den ATX nichts mehr von seinem eingeschlagenen Kurs ab. Auch Zinssenkungsspekulation gaben am Vormittag Auftrieb, nachdem Spanien berichtet hatte, im März in die Deflation gerutscht zu sein. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält nächste Woche ihre monatliche Zinssitzung ab. EZB-Ratsmitglieder hatten sich diese Woche wiederholt zu den deflationären Risiken in der Eurozone geäußert.

Deutsche Inflationszahlen ließen die Anleger dagegen kalt, obwohl die Preissteigerung im März mit 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls überraschend niedrig ausgefallen war. Auch US-Konjunkturdaten hatten wenig Einfluss auf den heimischen Markt.

Dünne Meldungslage

Unter den Einzelwerten blieb die Meldungslage dagegen vor dem Wochenende eher dünn. Am späten Nachmittag hat wie erwartet der Aufsichtsrat der Staatsholding ÖIAG dem Vorstand ein Verhandlungsmandat zur Endverhandlung eines Syndikatsvertrages mit dem zweiten Telekom-Austria-Großaktionär America Movil erteilt. Für die nächsten Wochen sind weiterführende Gespräche zwischen ÖIAG und den Mexikanern geplant. Telekom Austria Papiere konnten davon nicht profitieren und gaben sogar trotz eines international sehr freundlichen Branchenumfeld 0,72 Prozent auf 7,19 Euro ab.

Raiffeisen setzten sich bei hohem Volumen mit einem kräftigen Plus von 3,46 Prozent auf 23,45 Euro über den gesamten Tagesverlauf an die Spitze der Kurstafel. Zu den Favoriten zählten auch Verbund, die 2,59 Prozent auf 15,03 Euro zulegen konnten, und OMV mit einem Plus von 2,46 Prozent auf 32,44 Euro.

Unter den sonstigen Schwergewichten schlossen Andritz 1,22 Prozent höher bei 44,40 Euro. Immofinanz rückten 0,48 Prozent auf 3,38 Euro vor und Erste Group schlossen ebenso kaum verändert mit minus 0,02 Prozent bei 23,91 Euro wie voestalpine (minus 0,05 Prozent auf 31,42 Euro).

Vienna Insurance Group (VIG) kletterten 1,60 Prozent auf 35,29 Euro. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben die Papiere der VIG von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Das Kursziel für die Papiere des österreichischen Versicherers erhöhten sie gleichzeitig von 37 auf 40 Euro.

Die größten Kursgewinner

1. VOLKSBANKEN                   +19,97 Prozent
2. HTI                           +8,60 Prozent 
3. BRAIN FORCE                   +6,19 Prozent 
4. RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL +3,46 Prozent 
5. LINZ TEXTIL                   +3,09 Prozent 
6. PANKL RACING                  +2,89 Prozent 
7. WARIMPEX                      +2,79 Prozent 
8. VERBUND                       +2,59 Prozent 
9. OMV                           +2,46 Prozent 
10. AMAG                         +2,26 Prozent

Die größten Kursverlierer

1. BENE            -3,25 Prozent
2. STRABAG         -1,54 Prozent
3. PALFINGER       -1,41 Prozent
4. AGRANA          -1,24 Prozent
5. CA IMMO ANLAGEN -0,97 Prozent
6. SANOCHEMIA      -0,96 Prozent
7. BWT             -0,85 Prozent
8. TELEKOM AUSTRIA -0,72 Prozent
9. CONWERT         -0,62 Prozent
10. ROSENBAUER     -0,21 Prozent

 (APA, 28.3.2014)

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