Spanien: Tausende protestierten gegen Sparen bei Bildung

28. März 2014, 07:23
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Ausschreitungen während Studentenstreiks auf Campus in Madrid

Madrid - Tausende Spanier haben am Donnerstag in Madrid und anderen Städten des Landes gegen Einsparungen im Bildungswesen protestiert. Insgesamt habe es am Nachmittag und am Abend landesweit 70 Demonstrationszüge gegeben, teilten die Organisatoren des seit Mittwoch andauernden 48-stündigen Bildungsstreiks mit. Insgesamt zwei Millionen junge Leute hätten den Unterricht boykottiert.

Auf dem Campus der Hauptstadtuniversität Complutense hatten Studenten bereits in der Früh ein Gebäude gestürmt und eine Rauchbombe gezündet. Ein im Internet verbreiteter Film zeigte Polizisten, die auf Demonstranten einschlugen. Über mögliche Verletzte war nichts bekannt.

Die Polizei teilte mit, dass ein Student in Madrid "wegen des Besitzes brennbaren Materials" festgenommen worden sei. Insgesamt 54 Demonstranten, die am Mittwoch in Gewahrsam genommen worden waren, wurden indes vorerst wieder freigelassen.

Die Proteste richten sich gegen Einsparungen im Bildungswesen und höhere Studiengebühren. Beide Maßnahmen sollen laut der konservativen Regierung dazu beitragen, den spanischen Staatshaushalt zu sanieren. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone war nach dem Platzen einer Immobilienblase im Jahr 2008 in Schieflage geraten. (APA, 28.3.2013)

  • Studenten protestieren in Madrid gegen die Sparmaßnahmen der Regierung im Bildungsbereich.
    foto: ap photo/andres kudacki

    Studenten protestieren in Madrid gegen die Sparmaßnahmen der Regierung im Bildungsbereich.

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