EU-Kommissarin: Kostenpflichtige WLAN-Hotspots sind "Diebstahl"

27. März 2014, 09:58
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Neelie Kroes beschwert sich über hohe Gebühren am Flughafen Düsseldorf

Die für die digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin, Neelie Kroes, setzt sich seit Jahren für das Ende von Roaming-Gebühren und eine Harmonisierung des Telekommarktes ein. Auch kostenpflichtige WLAN-Hotspots sind der Niederländerin ein Dorn im Auge. Auf Twitter schimpfte sie nun für Gebühren, die am Flughafen Düsseldorf für die Nutzung des kabellosen Internets anfallen.

"Diebstahl"

Am Flughafen für WLAN Geld zu verlangen sei "Diebstahl", so Kroes. Man bezahle hohe Gebühren für die Nutzung von Flughäfen, da könnten die Leute im Jahr 2014 auch entsprechende Konnektivität erwarten. Sechs Euro müsse man am Düsseldorfer Flughafen für eine Stunde WLAN-Nutzung bezahlen. "Dagegen wirke Roaming billig", schreibt die EU-Kommissarin in einem weiteren Tweet.

Die Nutzung von WLAN-Hotspots an Flughäfen in Europa gestaltet sich sehr unterschiedlich. Am Flughafen Schwechat, nahe Wien ist der kabellose Internetzugang beispielsweise kostenlos. An anderen Flughäfen wie in Brüssel, Barcelona oder London Heathrow können Nutzer das WLAN für einen limitierten Zeitraum kostenlos nutzen, bevor Gebühren verlangt werden. Mitunter ist dafür aber eine Registrierung notwendig. (br, derStandard.at, 27.3.2014)

Update 17:00: Der Flughafen Düsseldorf teilte mit, dass man ab 2. April kostenloses Wlan anbieten wird.

  • Neelie Kroes beschwert sich über kostenpflichtige WLAN-Hotspots an Flughäfen.
    foto: standard

    Neelie Kroes beschwert sich über kostenpflichtige WLAN-Hotspots an Flughäfen.

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