Typ-2-Diabetes: Aktive Therapiebeteiligung erhöht Lebenserwartung

26. März 2014, 14:03
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In einer Studie konnte gezeigt werden, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes, die über ein gutes Selbstmanagement verfügen, auch ein verringertes Mortalitätsrisiko aufweisen

Neuherberg - Die Wissenschaftler vom Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen (IGM) und vom Institut für Epidemiologie II (EPI II) am Helmholtz Zentrum München (HMGU) untersuchten gemeinsam mit Kollegen des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) in Düsseldorf den Zusammenhang des Selbstmanagements mit der Mortalität von Patienten mit Typ-2-Diabetes. 

Dazu wurden 340 Studienteilnehmer mit Typ-2-Diabetes bezüglich ihres Patientenverhaltens, das etwa regelmäßiges Kontrollieren des Blutzuckerspiegels, Führen eines Ernährungsplans oder körperliche Aktivität umfasst, befragt und daraus ein Selbstmanagement-Index ermittelt. Diesen Index setzte das Forscherteam in Zusammenhang mit der Sterblichkeit der Personen, die über einen Zeitraum von 12 Jahren erfasst wurde.

Aktive Therapiebeteiligung der Patienten wichtig

Die Analyse ergab, dass Patienten mit einem guten Diabetes-Selbstmanagement - also mit einem hohen Selbstmanagement-Index -  ein deutlich geringeres Mortalitätsrisiko aufweisen, als Patienten mit einem niedrigen Index. Dieser Zusammenhang besteht den Wissenschaftlern zufolge unabhängig von anderen Faktoren, die die Mortalität beeinflussen können, wie etwa Alter, Geschlecht, Begleiterkrankungen oder medikamentöse Therapien.

"Die Ergebnisse zeigen, dass neben einer leitliniengerechten ärztlichen Behandlung auch das Patientenverhalten eine große Bedeutung für den Krankheitsverlauf sowie den Behandlungserfolg hat", ist Studienleiter Rolf Holle vom IGM überzeugt. (red, derStandard.at, 26.3.2014)

Infos zur Studie:

Grundlage der analysierten Daten ist die KORA-A Studie, die sich aus Teilnehmern von zwei früheren bevölkerungsbasierten Gesundheitsstudien und aus Patienten des KORA-Herzinfarktregisters aus dem Raum Augsburg zusammensetzt.

Die Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg (KORA) untersucht seit über 20 Jahren die Gesundheit tausender Bürger aus dem Raum Augsburg. Ziel ist es, die Auswirkungen von Umweltfaktoren, Verhalten und Genen zu verstehen. Kernthemen der KORA-Studien sind Fragen zu Entstehung und Verlauf von chronischen Erkrankungen, insbesondere Herzinfarkt und Diabetes mellitus. Hierzu werden Risikofaktoren aus dem Bereich des Gesundheitsverhaltens (wie Rauchen, Ernährung, Bewegung), der Umweltfaktoren (etwa Luftverschmutzung, Lärm) und der Genetik erforscht.

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