Leitbörsen in Fernost uneinheitlich

27. März 2014, 12:09
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Klare Verluste in Shanghai

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Die Anleger registrierten, wie widerstandsfähig sich die Märkte gegenüber den negativen Konjunkturnachrichten aus China und der angespannten Situation um die Ukraine zeigten, und kauften wieder mehr Aktien, kommentierte ein Marktstratege in Tokio.

Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 145,73 Zähler oder 1,01 Prozent auf 14.622,89 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 53,30 Zähler (minus 0,24 Prozent) auf 21.834,45 Einheiten ab. Der Shanghai Composite ging 17,08 Punkte oder 0,83 Prozent auf 2.046,59 Punkte zurüch.

In verschiedene Richtungen gingen auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.162,46 Zählern mit einem Plus von 19,14 Punkten oder 0,61 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 27,5 Zähler oder 0,51 Prozent auf 5.359,70 Einheiten.

Nach der negativen Vorgabe der Wall Street vom Mittwoch, wo der Dow-Jones-Index wegen Forderungen von US-Präsident Obama nach schärferen Sanktionen gegen Russland gefallen war, hatten zunächst auch in Asien die Verluste überwogen.

Im späteren Handelsverlauf besserte sich jedoch die Stimmung, vor allem in Tokio. Dort gewann der Nikkei-Index trotz eines zunächst steigenden Yen und vielen ex-Dividende notierten Aktien. Zurückgeführt wurde die Erholung auch auf Hoffnungen, wonach die japanische Regierung im neuen Fiskaljahr ab April wirtschaftsfördernde Reformen einführen werde. Aktien von Japan Airlines profitierten von einem positiven Analystenkommentar und stiegen um 4,9 Prozent.

Auf den chinesischen Börsen lasteten rückläufige Industriegewinne in den ersten 2 Monaten des Jahres sowie steigende Geldmarktraten, nachdem die Notenbank des Landes bereits die siebente Woche in Folge Liquidität entzogen hatte. Zudem drückten weiterhin Sorgen um neue Zahlungsausfälle privater Unternehmen auf die Stimmung.

Die Aktien des zweitgrößten chinesischen Windturbinenhersteller Xinjiang Windgold fielen um drei Prozent. Papiere des Energieversorgerausrüster Dongfang Electric gaben 2,6 Prozent nach. (APA, 27.3.2014)

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