Spielberg rüstet sich für den Zirkus

Ansichtssache26. März 2014, 10:37
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In drei Monaten steigt der GP von Österreich. Tribünen werden erweitert, und im Start-Ziel-Bereich wird an einem überdimensionalen Heckflügel gefeilt. Ein Lokalaugenschein

Spielberg - Noch regiert Baulärm statt Motorengedröhne am Red Bull Ring in Spielberg. Im Schichtbetrieb wird an den Tribünen sowie am "Partnergebäude" entlang der Start-Ziel-Geraden gearbeitet. Ein Skelett aus Stahl und Beton lässt drei Monate vor dem Grand Prix einen überdimensionalen Heckflügel erkennen. Er könnte nach Fertigstellung die 500 erwarteten Journalisten beherbergen.

Die Zeichen für den bevorstehenden Österreich-GP sind schon bei der Zufahrt zu erkennen: Kassen-Container und Tribünenteile liegen aneinandergereiht entlang der Landesstraße. Sobald die Einfahrt zum Ring erreicht ist, wird klar, dass für die Formel 1 noch einmal kräftig zugebaut wird.

Ausgebaut wurde auch das innerhalb des Rings liegende Hauptgebäude mit der sogenannten Bull's Lane: In ihm befinden sich neben der Rennleitung und den VIP-Lounges auch die um vier neue Boxen erweiterte Boxengasse und das Medical Center. Am Dach des Hauptgebäudes soll während des Rennwochenendes der exklusive "Formula One Paddock Club" seine Zelte aufschlagen. Dafür sind noch Tickets für läppische 3.450 US-Dollar (2.480 Euro) und mehr zu haben.

Ebenfalls noch in Bau sind die neue Umfahrungsstraße zum Schönberg sowie die Standplätze für mobile Tribünen. An der Strecke selbst werden Randsteine nachgepinselt, Kunstrasenstreifen eingesetzt und Reifenstapel hinter Verkleidungen in den Red-Bull-Farben blau und silber versteckt. Auf den neu gebauten Tribünen entlang der Start-Ziel-Geraden fehlen großteils nur noch die Sitzschalen.

Dass man rechtzeitig fertig wird, bezweifelt niemand am Ring. Mit einem milden Winter habe man außerdem Glück gehabt. Die Generalprobe für den Grand Prix am 22. Juni (mehr als 80.000 Besucher werden alleine am Renntag erwartet) soll von 6. bis 8. Juni mit dem ADAC-GT-Masters über die Bühne gehen. (APA/red, derStandard.at, 26.3.2014)

foto: apa/ fohringer
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