Europas Leitbörsen einheitlich positiv

28. März 2014, 19:05
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 38,68 Einheiten oder 1,23 Prozent auf 3.172,43 Zähler.

Am heutigen Handelstag bekam die Hoffnung auf eine weitere Leitzinssenkung neuen Antrieb, als die Diskussion um eine mögliche Deflation in der Eurozone wieder aufflammte. Daten in Deutschland und Spanien zeigten dementsprechende Entwicklungen. Die Preise in Deutschland stiegen so langsam wie seit gut dreieinhalb Jahren nicht mehr. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im März nur noch um durchschnittlich 1,0 Prozent zum Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt mit. Ökonomen hatten mit einer Teuerungsrate von 1,1 Prozent gerechnet, nachdem sie im Februar bei 1,2 Prozent gelegen hatte.

In Spanien sind die Preise sogar gefallen und haben damit die Furcht vor einer Deflation in der Eurozone geschürt. Die Jahresteuerung in der viertgrößten Volkswirtschaft des Währungsraums fiel im März um 0,2 Prozent, wie das Statistikamt in Madrid mitteilte. Dies ist der niedrigste Wert seit Oktober 2009.

US-Daten ohne Impulse

Daten aus den USA blieben ohne große Impulse. Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich allerdings im März leicht eingetrübt. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen sank auf 80,0 Punkte von 81,6 Zählern im Februar, wie Thomson Reuters und die Universität Michigan am Freitag nach endgültigen Berechnungen mitteilten. Analysten hatten mit 80,5 Punkten gerechnet. Die Konsumausgaben und die Einnahmen der privaten Haushalte in den USA sind im Februar wie erwartet gestiegen.

Branchenseitig waren Aktien aus dem Telekomsektor und Automobilwerte gesucht. Orange SA, der größte Telekommunikationsanbieter Frankreichs, notierte im Spitzenfeld mit plus 2,64 Prozent. Volkswagen gewannen ebenfalls 2,39 Prozent.

Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo verzeichnete ein Plus von 3,53 Prozent, die Titel waren im Verlauf noch stärker gesucht. Eine höhere Risikovorsorge für faule Kredite hat dem Institut im Jahr 2013 Nettoverluste in Höhe von 4,55 Mrd. Euro eingebrockt. Die Bank hat aber einen Großputz in der Bilanz vorgenommen. Zudem dreht Intesa-Chef Carlo Messina nun an der Kostenschraube.

Daimler-Aktien notierten mit plus 2,56 Prozent. Der Autobauer und sein chinesischer Partner BAIC bauen ihre Produktion in China kräftig aus. Wie die Konzerne mitteilten, investieren sie rund eine Milliarde Euro, um die Kapazität in dem gemeinsamen Werk bis 2015 auf 200.000 Autos mehr als zu verdoppeln. Neben der C- und E-Klasse sowie dem Geländewagen GLK soll dort dann auch das neue kompakte SUV-Modell GLA gefertigt werden. (APA, 28.3.2014)

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