Europas Leitbörsen schließen einheitlich in der Gewinnzone

25. März 2014, 18:22
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Trotz durchmischten Konjunkturdaten und Krim-Krise

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verteuerte sich um 43,73 Einheiten oder 1,43 Prozent auf 3.096,64 Zähler.

Das positive Sentiment an den europäischen Aktienmärkten konnte sich bis Börsenschluss halten. Zwar bleibt die Krim-Krise und der Streit zwischen Russland und der Ukraine um die Halbinsel weiterhin eines der Hauptthemen, die Anleger ließen sich jedoch nicht weiter verunsichern, so ein Händler.

Auch Konjunkturdaten konnten kaum Impulse liefern. Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland hatte sich von 111,3 Punkten im Februar auf 110,7 Punkte im März verschlechtert. In Frankreich hatte sich hingegen der französische INSEE-Geschäftsklimaindex wie erwartet etwas aufgehellt.

Auch aus den USA kamen gemischte Konjunkturdaten. Zwar verharrten die Preise auf dem US-Immobilienmarkt leicht unter den Erwartungen. Dennoch lieferten sie keine nennenswerten Indikatoren darauf, dass die zuletzt gebremste Erholung am Häusermarkt noch mehr ins Schlingern gerate, erklärten Experten.

Im März hat sich das US-Verbrauchervertrauen im März überraschend aufgehellt. Es stieg von revidierten 78,3 (zunächst 78,1) Punkten im Februar auf 82,3 Zähler, teilte das Forschungsinstitut Conference Board mit. Dies ist der höchste Wert seit Ende 2007 und liegt deutlich über den Erwartungen von Volkswirten.

Im Euro-Stoxx-50 notierten die Papiere von Unicredit zu Börsenschluss knapp in der Gewinnzone. Sie kletterten um 0,16 Prozent auf 6,365 Euro. Laut Insidern will die italienische Großbank bis Anfang April erste Angebote für eine zum Verkauf stehende Tochter auf dem Tisch haben. Die Unicredit-Tochter in Verona, Credit Management Bank, verwaltet Firmen- und Konsumentenkredite im Volumen von mehr als 40 Mrd. Euro.

In Frankfurt schlossen Evotec mit einem Plus von 0,66 Prozent bei 3,828 Euro. Der deutsche Biotechkonzern hatte bei der Kooperation mit dem US-Pharmariesen Johnson & Johnson einen Rückschlag hinnehmen müssen, dies hatte das deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gedrückt. Für 2013 betrug der Verlust 25,4 Mio. Euro, im Vergleich zu einem Gewinn von 2,5 Mio. Euro im Vorjahr.

Im deutschen Leitindex DAX legten Lufthansa-Aktien um 0,93 Prozent auf 18,915 Euro zu. Am Donnerstag soll es in Frankfurt und an anderen deutschen Flughäfen zu einem elfstündigen Warnstreik des Flughafen-Betreibers Fraport kommen. Lufthansa Cargo sucht indessen einen Kooperationsparter, im Sommer soll die Kooperation mit einer anderen Airline besiegelt werden, sagte Unternehmenschef Karl Ulrich Garnadt.

Luxottica-Anteilsscheine gewannen in Mailand deutliche 3,95 Prozent auf 40,50 Euro. Der weltgrößte, italienische Brillenhersteller, der unter anderem auch die Ray-Ban-Modelle produziert, wird mit dem US-Internetriesen Google zusammenarbeiten. Die Google-Glass-Datenbrille soll dadurch stilvoller werden. (APA, 25.3.2014)

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