US-Ölpreis mit festerer Tendenz

25. März 2014, 14:17
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Krim-Krise bleibt im Fokus - Goldpreis gut behauptet

Wien - Der Ölpreis hat am frühen Dienstagnachmittag mit etwas festeren Notierungen gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14.00 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 100,11 Dollar und damit 0,51 Prozent mehr als am Montag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 107,17 Dollar gehandelt.

Im Vorfeld der am morgigen Mittwoch erwarteten offiziellen US-Öllagerdaten konnte sich der WTI damit über die 100-Dollar-Marke vorarbeiten. Volkswirte rechnen mit einem erneuten Anstieg der Rohöl-Lagerbestände, hieß es aus dem Handel. Es wäre der zehnte Anstieg der Ölvorräte in Folge.

Daneben bleiben die aus der Krim-Krise resultierenden geopolitischen Risiken ein wichtiges Thema an den Rohstoffmärkten. Die sieben führenden Industrieländer haben Russland aufgrund der von ihnen als völkerrechtswidrig bewerteten Eingliederung der Krim bis auf Weiteres aus ihrem Kreis ausgeschlossen. Der für Juni geplante G-8-Gipfel im russischen Sotschi wurde abgesagt, die G-7 werden sich stattdessen in Brüssel treffen.

Am Nachmittag könnten noch neue US-Konjunkturdaten für Impulse sorgen. Auf dem Kalender stehen Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt und zur Verbraucherstimmung.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.314,75 Dollar und damit etwas höher zum Montagnachmittags-Fixing von 1.310,75 Dollar. Am Vortag war der Goldpreis noch von steigenden US-Anleihenrenditen und einem festeren US-Dollar unter Druck gesetzt worden, so die Experten der Commerzbank. Mit weniger als 1.310 Dollar war das Edelmetall auf seinen niedrigsten Stand seit viereinhalb Wochen gefallen.

Mit einem weiteren Sinken des Goldpreises rechnen die Commerzbank-Analysten in nächster Zeit aber nicht. Wegen der Russland-Ukraine-Krise sollte das Edelmetall als sicherer Hafen gut nachgefragt bleiben, meinen die Experten. (APA, 25.3.2014)

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