Indische Hero Cycles spitzt auf deutsche Räder

24. März 2014, 17:36
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Die Inder wollen sich am deutschen Marktführer Mifa beteiligen. Hero Cycles soll noch heuer an die Börse gehen

Frankfurt/Neu-Delhi - Der indische Fahrradhersteller Hero Cycles will sich beim geplanten Einstieg beim deutschen Marktführer Mifa Finanzkreisen zufolge mit einer Sperrminorität begnügen. Laut der jüngsten Grundsatzvereinbarung peilt Hero eine Beteiligung von gut 27 Prozent bei dem Unternehmen an, wie eine mit den Plänen vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters sagte.

Der umsatzstärkste Fahrradhersteller der Welt würde damit der größte Anteilseigner der Mifa. Sie erhofft sich von der im Sommer vergangenen Jahres angekündigten Partnerschaft mit den Indern Fortschritte vor allem bei Elektrofahrrädern. Hero Cycles will Medienberichten zufolge in diesem Jahre an die Börse gehen.

Die Vereinbarung war überarbeitet worden, nachdem die Mifa Mitteldeutsche Fahrradwerke einen überraschenden Verlust von 15 Mio. Euro eingeräumt hatte, der bei der Inventur aufgedeckt worden sei. Der Kurs der Mifa-Aktie brach daraufhin um fast die Hälfte ein. Die geplante Beteiligung über eine Kapitalerhöhung umfasst nur einen Teil des Engagements von Hero bei Mifa. Das Paket wäre - gemessen am Aktienkurs vom Montag - nur rund 8 Mio. Euro wert.

Mifa-Großaktionär Carsten Maschmeyer will keine Aktien an die Inder abgeben. "Ich habe keine Absicht zu verkaufen. Ich glaube fest an die Zukunft der Mifa." Maschmeyer, Gründer des Finanzvertriebs AWD, hält direkt und über eine Beteiligungsgesellschaft 28 Prozent an dem Fahrradhersteller aus Sachsen-Anhalt, der Anteil würde aber durch eine Kapitalerhöhung verwässert. (APA/Reuters, 24.3.2014)

  • Mifa-Großaktionär Carsten Maschmeyer will keine Aktien an die Inder abgeben.
    foto: apa/hendrik schmidt

    Mifa-Großaktionär Carsten Maschmeyer will keine Aktien an die Inder abgeben.

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